Reisebericht Harz: Das Ilsetal bei Ilsenburg

Das Ilsetal bei Ilsenburg ist ein beliebtes Ausflugsziel. Hier können sowohl Rundwanderungen gemacht, als auch der Grundstein zur Besteigung des Brockens über den Heinrich-Heine-Weg gelegt werden.

Am südlichen Ende von Ilsenburg, in der Straße Ilsetal befindet sich ein Grossparkplatz für unseren fahrbaren Untersatz. Wir starten von hier eine, normalerweise 2 stündige, Wanderung entlang der Ilse, die jedoch auf Grund der zahlreichen Unterbrechungen zum Fotografieren durchaus mal über 5 Stunden dauern kann. Für ausreichend Verpflegung und Getränke ist also zu sorgen, wie auch für wetterfeste Kleidung und gutes Schuhwerk.

Gleich im Anschluss an das Kurparkhotel schlagen wir uns links durch den Wald ans Ufer durch und testen schon mal die Ausrüstung. Hier unten kann man sich, bei Bedarf, schon mal mit dem Eisatz der Filter vertraut machen. Es sind hier auch schon Felsen im Bach, der atemberaubende Teil kommt später, und so können die ersten Testbilder gemacht werden, um ein Gefühl für die benötigte Stärke der Filter und der daraus resultierenden Belichtungszeit zu bekommen. Als Filter kommen hier natürlich ND-Filter ebenso in Betracht, wie auch der Pol-Filter. Die Grundlagen und Unterschiede der beiden Filtertypen habe ich ja vor 2 Wochen im Beitrag „Der Unterschied zwischen Pol- und ND-Filter“ beschrieben.

Am Besten kommt man mit dem manzellen Modus der Kamera klar. Nur keine Angst vor den Einstellungen  – einfach mal Schritt für Schritt überlegen, was erreicht werden soll.
Zuerst die ISO. Wir fotografieren vom Stativ aus, verwackeln nahezu ausgeschlossen, also ISO 100.
Dann die Blende. Wir wollen möglichst viel im Bild scharf dargestellt bekommen, also Blende schließen. Jetzt wäre es gut, wenn Du Dein Objektiv einmal getestet hättest, in welchem Bereich Dein verwendetes Objektiv die schärfsten Fotos macht – bei den meisten so zwischen Blende 8 und 11. Da wir Aufnahmen im Weitwinkelbereich machen werden, wird Blende 11 in den allermeisten Fällen ausreichend sein. An meiner Kamera mit APSC-Sensor habe ich beispielsweise bei einer Brennweite von 18 mm, Blende 11 und einem Abstand von 3 mt zum Objekt  alles in einer Entfernung von 1 mt bis unendlich akzeptabel scharf. Die Blende weiter zu schließen bringt für die Tiefenschärfe nichts  – nur wenn die gewünschte Verschlusszeit mit dem eingesetzten Filter nicht lange genug wird, empfehle ich die Blende weiter zu schliessen.
Bleibt nur noch die Verschlusszeit: Je nach verwendetem Filter wird die Verschlusszeit jetzt eingestellt, so dass die Belichtungsmessung der Kamera wieder einen ausgewogenen Wert anzeigt. Möchten wir beispielsweise das Wasser seidig weich aussehen lassen, so stellen wir einen Wert von z. B. 2 Sekunden ein und lesen an der Anzeige der kamerainternen Belichtungsanzeige ab, ob das Bild nun korrekt belichtet oder unter- oder überbelichtet würde. Dementsprechend kann dann das Foto gemacht werden oder die Verschlusszeit verlängert werden (bei Unterbelichtung) oder die Blende weiter geschlossen werden (bei Überbelichtung).

Wir folgen dem Lauf der Ilse einfach immer weiter Flussaufwärts. Ab dem kleinen Türmchen, welches den Ursprung der Prinzess-Ilse-Quelle symbolisiert können wir ein Stück auf der Forststraße laufen, sollten aber die Abzweigung zurück an den Flusslauf nicht verpassen.
Immer wieder bieten sich Möglichkeiten, die Ilse sowohl erhöht vom Weg aus, als auch auf Bachniveau zu fotografieren.  Viele Bilder später gelangt man schließlich an die unteren Ilsefälle, wenige Minuten später auch an die oberen Ilsefälle. Hier bieten sich Gelegenheiten zur Rast und zum Verweile und schließlich auch die Entscheidung, wieder zum Ausgangspunkt zurück zu gehen, oder noch weiter zu wandern.

Für mich war an den Fällen Schluss und ich bin über den Forstweg (schneller) wieder nach unten gelaufen. Die Eindrücke und die Bilder lassen mich auch heute noch an diesen tollen Nachmittag zurückdenken und so wünsche ich Euch, sofern Ihr einmal in die Nähe kommt, das passende Wanderwetter und für die Fotografie allzeit gutes Licht.

Werner Kutter

 

Der Unterschied zwischen Pol- und ND-Filter


Beim Einsatz von Filtern in der Natur- und Landschaftsfotografie fragt man sich oft: Was bringt das eigentlich? Heute möchte ich Euch anhand von Bildern zeigen, wie die beiden Filtertypen Polfilter und ND-Filter eingesetzt werden können und was sie bewirken.

In meinen Beispielen beziehe ich mich auf die Wirkung der Filter um die Verschlusszeit zu verlängern und so Langzeitbelichtungen möglich zu machen. Warum möchte ich das jetzt haben? Weshalb soll ich mit längerer Verschlusszeit fotografieren?
Wir begeben uns zur Beantwortung dieser Frage in den Nationalpark Harz nach Niedersachsen. Hier am Oberlauf der Warmen Bode habe ich Bilder des fließenden Wassers ohne jeglichen Einsatz von Filter gemacht.
Mir ist klar, dass es sich mit den Bildern von fließendem Wasser verhält, wie mit allem in der Fotografie: der persönliche Geschmack entscheidet. Mir gefallen die Bilder an sich ganz gut, jedoch fehlt mir bei der Ansicht des Wassers, wie es über die Felsen schießt und sich um die Blöcke windet, das gewisse Etwas.

Diese Aufnahmen sind für mich zu gewöhnlich, denn jeder Spaziergänger mit einem halbwegs modernen Smartphone kann solche Aufnahmen machen. Dafür braucht es keine Spiegelreflexkamera und keine besonderen Kenntnisse über die Belichtungstechniken in der Fotografie. Das sind lediglich Schnappschüsse,  die heute jeder im vorbei gehen knipst.

Also: Stativ raus, Kamera drauf geschraubt und mal den ND-Filter ausprobieren.
Der ND-Filter (Neutraldichtefilter oder auch Graufilter) kann direkt auf das Gewinde vorne am Objektiv geschraubt werden oder auch über Adapter und Aufnahmevorrichtungen als Rechteckfilter vors Objektiv geschoben werden.
ND-Filter sind vereinfacht beschrieben, eine graue bis schwarze Scheibe, die es in unterschiedlichen Stärken gibt, welche dann jeweils die Lichtmenge, welche durchs  Objektiv auf den Sensor trifft, reduziert.
Ich besitze ND 8, ND 64 und ND 1000 Filter, welche je nach Einsatz einzeln verwendet werden. Je heller die Umgebung und/oder je länger die Verzögerung ausfallen soll, um so höher muss die Zahl auf dem Filter sein. Für minutenlange Langzeitbelichtungen am Tag, um z. B. Menschen aus Bildern verschwinden zu lassen, wird mindestens der ND 1000 fällig.
In meinem Fall hatte ich Glück, denn es war ein bedeckter Tag und ich war umgeben vom Wald des Harz, so dass es schon von vorne herein nicht allzu hell war.
Mit dem ND8 Filter kann die Belichtung bereits so viel verlängert werden, das auf dem Wasser feine, weisse Schlieren entstehen. Belichtungszeiten von 1 bis 2 Sekunden reichen völlig und schon umschließt  das Wasser seidenweich die Felsblöcke.

Allerdings tritt jetzt auch ein zweiter Effekt in Erscheinung :die Oberfläche des Wassers spiegelt und lässt uns den Grund des Bachs nicht mehr erkennen.  Wen dies stört, der greift einfach zum nächsten Filter : der Polarisationsfilter. Diesen verwende ich jetzt aber nicht zusätzlich,  sondern anstatt dem ND-Filter. Die Abdunklung ist geringer als beim ND 8, dies kompensiere ich dadurch, dass einfach die Blende weiter gescllossen wird. Und wie gesagt: schon 1 Sekunde reicht.  Im folgenden Bild verwendete ich den Polfilter bei Blende 16 und erreichte die gewünschte Belichtungszeit. Dann wird vor dem Auslösen der Ring am Filter so weit gedreht,  bis das Wasser wieder durchsichtig wird.

Die genauen physikalischen Eigenschaften des Filters kann jeder selbst u. a. auf Wikipedia  (https://de.m.wikipedia.org/wiki/Polarisationsfilter) nachlesen. Was wirklich jeder wissen muss sind die Einsatzmöglichkeiten des Filters:
1. Das Entfernen unerwünschteer Spiegelungen.  Das funktioniert sowohl bei Wasser als auch bei Glas.
2. Das Verstärken von Farben bei Sonnenschein.
Allerdings muss hier für den vollen Effekt ein Winkel von 90 Grad zwischen Sonne un Linse eingehalten werden.  Das bedeutet,  nur wenn Dir die Sonne auf die Schulter scheint, kannst Du den Effekt nutzen. Sonne von vorne oder hinten – keine Chance.

Hier nochmal zum Vergleich die drei Varianten nebeneinander: von oben nach unten: ohne Filter, ND-Filter, Polfilter

Generell ist beim Kauf der Filter schon auf Qualität zu achten, denn die günstigen No-Name-Produkte hinterlassen schnell einen Farbstich auf den Aufnahmen, welcher dann hinterher wieder mühsam entfernt werden muss. Ich hatte am Anfang auch günstige, bin jetzt vor kurzem auf Filter von Haida umgestiegen. Frei nach dem Motto : wer billig kauft kauft zwei mal.

Ich hoffe,  die kurze Einführung war hilfreich und wünsche euch,  wie immer, allzeit gutes Licht!

Werner Kutter

Am Scheideweg

Früher oder später ist es bei jedem soweit. Man stellt fest, dass man auf der Stelle tritt und sich nicht mehr so recht motivieren kann. Die anfänglichen Fortschritte werden kleiner und durch das ganze Wissen, welches man sich angeeignet hat, wird die Messlatte für die eigenen Bilder immer höher gelegt. Man hat die Anfängerfehler hinter sich gelassen. Du fotografierst nicht mehr nur auf Augenhöhe (fast alle Anfänger schießen alle ihre Fotos aus ein und der selben Position: Hinstehen, Kamera vor’s Gesicht und abdrücken), legst Dich auch mal hin, gehst wenigstens in die Hocke oder steigst irgendwo drauf um eine neue Position und eine nicht alltägliche Perspektive zu finden. Und jetzt hast Du den Eindruck, dass die Bilder eher schlechter anstatt besser werden.

Ich habe das alles auch durch gemacht. Höhen und Tiefen wechslen sich ab. Ich habe gelesen, Videos geschaut und immer gedacht: So tolle Bilder möchte ich auch mal machen. Je mehr Theorie man sich aneignet, um so mehr steigt der Anspruch und um so enttäuschter ist man, wenn man den eigenen Ansprüchen nicht gerecht wird. Das ist ganz normal! Wenn wir erst mal anfangen uns zu verbessern, kommt automatisch auch ein Punkt, an dem wir glauben, dass es nicht mehr weiter voran geht.

Zuerst einmal muss man wissen, dass auch die besten der Besten nicht „Das Eine Foto“ einfach so im Vorübergehen schießen. Oft sind tage- und monatelange Vorbereitungen und stundenlanges Probieren und Justieren dem eigentlichen Bild voraus gegangen. Von tausenden „Versuchen“ kommt vielleicht nur ein Top-Bild zustande. Man muss erheblich mehr Fotos machen, um ein gutes Bild zu erhalten. Und das geht uns allen so – auch den bestbezahlten Profifotografen! Dessen muss man sich erst mal bewusst werden und darüber wird viel zu selten geschrieben.

Man braucht viel Geduld, denn wenn man sich zurück erinnert, wird man feststellen, dass wir z. B, das Rechnen auch nicht innerhalb eines Wochenendes gelernt haben. Wir sind alle o um die 10, 12 Jahre zur Schule gegangen und haben immer wieder gelernt, geübt und  wiederholt, bis wir schließlich die Prüfung geschafft haben. Warum also glauben wir, dass eine teure Kamera uns über Nacht zum Starfotografen macht? Ja, es bedarf des Lernens und vielleicht auch ein bisschen Arbeit, um sich die Fähigkeiten anzueignen. Die wenigsten sind so große Talente, dass über Nacht die ganz großen Aufträge kommen und diese erfolgreich abgearbeitet werden können.
Ich „gönne“ mir beispielsweise jedes Jahr einen VHS-Fotoworkshop. Der kostet nicht die Welt, bringt aber immer neuen Input und Kontakte zu Menschen, die auch gerne fotografieren. Zur Zeit schaue ich mich  nach einer Fotoreise nach Island um. Ich weiß, dass ich da noch eine Weile sparen muss, aber ich habe mir vorgenommen jetzt lieber darauf zu sparen, als eine neue Kamera zu kaufen.

Eine teure Kanera macht aus einem alten,hässlichen Haus auch kein Empire State Building. Das Haus bleibt hässlich und alt, egal wieviel ich für meine Ausrüstung und Ausbildung ausgebe. Ich muss schon auch zu den tollen Orten gehen, um die tollen Bilder zu bekommen.
Hört auf, immer mehr Zubehör oder immer neuere und vermeindlich bessere Kameras zu kaufen. Investiere in Fotografie nicht in Material zum Fotografieren. Geh raus und fotografiere!
Anstatt in Kameras und Objektive zu investieren, geb‘ das Geld lieber dafür aus, zu interessanten Orten zu reisen. Joe McNally hat einmal gesagt: If you want to photograph more interesting things you have to stay in front of more interesting things. Verlasse die Komfortzone – geh raus – reise – erlebe was. Die Niagarafälle kann man hier zu Lande nun mal nicht vom Wohnzimmerfenster aus fotografieren! Da muss man schon nach Nordamerika. Es muss ja nicht gleich eine Weltreise sein – der nächste Sonnenaufgang an einem Weiher in Deiner Umgebung hat auch einen großen Reiz.

Sei Dir bewusst, dass gerade in der Landschaftsfotografie die besten Bilder nur früh am Morgen oder Abends bei oder nach Sonnenuntergang entstehen werden. Das ist das harte Los, aber es lohnt sich.

Ich werde nie das unbeschreibliche Kribbeln vergessen, dass mich bei meinem ersten Sonnenaufgangs-Shooting in Österreich am Mondsee beschlich. Als die ersten Sonnenstrahlen an den Berghängen entlang sich Richtung See aufmachten, mir den neuen Tag zu bringen und das dunkle Blau der Nacht zu vertreiben – da bekomme ich heute noch Gänsehaut.

Und irgendwann kommt dann der Tag, an dem Du mit Deiner Art der Fotografie und Bearbeitung zufrieden bist. Du fragst Dich nicht mehr, ob Du alles richtig machst, wie in den Lehrbüchern beschrieben oder wie diie Anderen immer sagen. Nein, Du bist so zufrieden,  so wie Du es machst. Denn Du hast Deinen eigenen Stil entwickelt und bist jetzt genau so gut, wie Du immer sein wolltest.

In diesem Sinne wünsche ich mir, dass Ihr die Zeit nutzt, um mehr zum fotografieren zu gehen und wünsche Euch für diese Vorhaben wie immer allzeit gutes Licht!

Werner Kutter

David DuChemin – Das Handwerkszeug des Fotografen


Heute möchte ich einmal einen Tipp los werden für ein wirklich sinnvolles Buch, welches mich viel weiter gebracht hat. Um es gleich vorweg zu nehmen: Ich erhalte für diese und auch zukünftige Empfehlungen kein Honorar – diese Tipps sind, wie alles andere, meine persönliche Erfahrung und meine Meinung.

Ich beobachte David DuChemin schon länger. Er hat einen Podcast auf Youtube und schon viele gute Bücher, E-Books und Lehrvideos für Fotografen veröffentlicht. Mit diesem Buch, welches 2015 erschien, hat er einen Workshop im Buchformat verfasst. Für mich ist es das Non-Plus-Ultra an Lehrbüchern für die heutige Digitalfotografie.

In 60 Kapitel/Workshops führt er dem Leser die vielen verschiedenen Facetten der Fotografie vor Augen und öffnet einem diese.
Das Entscheidende am Buch ist jedoch die Tatsache, dass unter seiner Anleitung nicht nur die Theorie begreifbarer wird, sondern er auch immer wieder dazu auffordert, das Buch zur Seite zu legen um zu fotografieren.  Er gibt immer wieder eine kleine „Hausaufgabe“ mit auf den Weg, um sofort die eigene Technik zu verbessern und die Phantasie anzuregen. Mir hat er quasi immer wieder „in den Hintern getreten“, so dass ich endlich kapiert habe wie man bessere Fotos macht: Nämlich durch Fotografieren! Ausprobieren! Ausgetretene Pfade verlassen und neue Wege gehen! Andere Positionen/Sichtweisen wählen! Experimentieren!

Die ersten sechs Workshops decken die Grundlagen der Fotografie ab. Es geht um grundsätzliche Themen, wie die Sichtweise oder entscheidenden Fragen, die man sich stellen sollte, bevor man den Auslöser drückt. Je ein Kapitel über das Histogramm und den Zusammenhang zwischen Blende, Belichtungszeit und ISO-Wert runden den ersten Teil des Buches ab.

Ab Workshop sieben geht er mehr an die kreativen Techniken ein. Er lädt ein, auch mal längere Verschlusszeiten zu verwenden und
z. B. sog. Mitzieher oder absichtliche Kamerabewegungen als Stilmittel einzusetzen.

Ein weiterer Block beschäftigt sich mit dem Thema Schärfe/Unschärfe. Wie kann ich mein Hauptmotiv im Vordergrund vom Hintergrund isolieren? Wie bekomme ich den größtmöglichen Bereich im Bild scharf? Welche Wirkung hat eine große oder kleine Blendenöffnung auf das Ergebnis in der Kamera? Welches Objektiv kommt wann zum Einsatz? Mit vielen verschiedenen Übungsaufgaben kann man für sich selbst all diese Fragen beantworten.

Weiter geht’s mit der Definition der Wirkung von Farben. Wie kann ich Farben miteinander kombinieren oder auch ganz weg lassen – wann verwende ich Schwarzweiß? Welche Beziehungen haben die Farben in dem sog. Farbkreis zueinander? Stimmige Beíspielbilder zeigen anschaulich, was uns der Autor erklären möchte.

Wie kann die Lenkung des Betrachters im Bild erfolgen? Welche Wirkung haben Linien im Bild? Welche verschiedenen Formen nehmen wir, teils unbewusst, wahr und welche Wirkung haben diese auf uns? Man bekommt sehr schnell ein Gefühl dafür, welche kleinen Kniffe einem Bild zu mehr Tiefe  verhilft und es so interessanter werden lässt.

Ein sehr großer Bereich beschäftigt sich mit dem Hauptthema der Fotografie: dem Licht. Es gibt die verschiedensten Lichtsituationen und für jede gibt es eine Lösung um gute Bilder entstehen zu lassen. Grundsätzlich muss jeder lernen, erst einmal die Richtung des Lichts zu sehen. Dann können auch bei Situationen in denen
z. B. das Licht von der Seite kommt oder bei Gegenlicht ganz tolle Bilder entstehen.

Alles in allem geht es in diesem Buch vor allem um eins: um die Praxis. Es wird einem in jedem Workshop deutlich gemacht, dass nur durch Übung das Handwerk des Fotografen erlernt werden kann.

Bezugsquelle: Das Handwerkszeug des Fotografen: In 60 Workshops zu besseren Fotos(Affiliate-Link)

In diesem Sinne würde ich sagen, dass genau jetzt der richtige Augenblick ist, um den Computer auszuschalten und fotografieren zu gehen. Ich wünsche Euch für all die Projekte und Vorhaben in Zukunft allzeit gutes Licht.

Werner Kutter