Wie plane ich mein Jahr?

Seit Anfang 2017 habe ich damit begonnen mir meine Ziele und Etappen zur Zielerreichung schriftlich zu fixieren. Ständig kamen mir neue Ideen in den Sinn-  natürlich am meisten im Zusammenhang mit dem Blog – und so musste ich ständig nachbessern und zugleich das im Auge behalten, was ich mir ursprünglich mal vorgenommen hatte.

Wenn man weiter kommen möchte, dann ist es schon von Vorteil, wenn man sich ein Ziel steckt und dieses zur Erreichung in kleinere Schritte oder Teilziele oder Meilensteine oder wie man es auch immer nennen möchte, untergliedert. Viele der großen Ziele werden erst erreichbar, wenn man sich selbst vor Augen hält, welche einzelnen Schritte man gehen muss, um am Ende – dem Erfolg –  anzukommen. Auch die längste Reise beginnt mit einem ersten, kleinen Schritt.

Als Plattform für die Notizen und ToDo-Listen benutze ich Evernote.
 Notizen kann ich so auch vom Handy aus erstellen oder ansehen, genau so wie zu Hause am Rechner. Überall habe ich immer den selben, aktuellen Stand.
Und wenn mir unterwegs eine neue Idee in den Sinn kommt, kann ich diese gleich an Ort und Stelle notieren. Das Handy hat man schließlich öfter dabei, als würde man ein Notizbuch mit sich rumschleppen.
Für größere Aktionen, wie z. B,. die Liste der Blog-Artikel-Ideen oder auch die Planung der Fotospots im Urlaub, nehme ich in Evernote jeweils eine eigene Notiz, die ich ergänze sobald mir wieder etwas einfällt oder ich neue Infos über interessante Motive erhalte. Und wenn man einmal damit angefangen hat, sich Notizen zu machen, merkt man erst, wie viel einem einfällt um es zu vergessen. Der Kopf ist überraschend frei für neue Inspirationen, wenn man sich sicher sein kann, das alles notiert ist und nichts mehr in Vergessenheit geraten kann.

Letztes Jahr war mein erster Eintrag auf der Liste eigentlich nur, dass ich mehr investieren wollte. Mehr investieren in die Fotografie und zwar nicht monetär, sondern in Zeit und Mühe beim Fotografieren selbst. Ich wollte mehr Anstrengungen unternehmen, um zu besseren Bildern zu gelangen. Das war mein primäres Ziel für 2017.
Dazu stellte ich an mich selbst die Anforderung, jeden Monat mindestens ein Mal bewusst zum Fotografieren zu gehen. Nicht einfach nur wandern gehen und dabei knipsen – sondern gezielt planen, was es Interessantes zu fotografieren gibt.  Ich notierte mir in jeder Zeile den Monat und da die Urlaubsplanung bereits fix war konnte ich auch schon gleich die ersten Zielbilder und Orte im Juni notieren.
Im Februar war ein VHS-Workshop gebucht – also war auch für diesen Monat schnell der passende Eintrag vorhanden.
Stück für Stück und Monat für Monat füllte ich die Liste auf – nicht alles was ich erledigt habe wusste ich am Jahresanfang schon. Aber durch die fortlaufenden Notizen war ich doch gezwungen, mich an die Vorgabe „jeden Monat einmal bewusst fotografieren gehen“ zu halten und nachzudenken, was es an Möglichkeiten im jeweiligen Zeitraum gibt.

Für dieses Jahr sieht es ähnlich aus. Die Liste ist noch ziemlich leer – ich bin mir jedoch sicher, dass ich mit dieser Technik auch heuer wieder viele interessante Punkte finden und erledigen werde.

Etwas Großes habe ich bereits Anfang Dezember begonnen: Ich nehme an einem 52-Wochen-Projekt teil. Somit ist auch gewährleistet, dass ich jeden Monat mindestens ein Mal bewusst fotografiere – genauer gesagt vier Mal, da ich ja  jede Woche eine Aufgabe aus der Challenge lösen muss. Gleichzeitig wartet jede Woche eine interessante Aufgabe, welche mir dabei hilft mich fotografisch weiter zu entwickeln.

Zielbilder und Meilensteine des Jahres werden die beiden geplanten Urlaube im Berchtesgadener Land und der Toskana werden. Hier habe ich in eigenen Kapiteln bereits Listen angelegt mit den Fotos, die ich auf jeden Fall mit Heim bringen möchte.

Auf einer eigenen Liste führe ich die Fotoideen mit, die ich im laufe des Jahres sammle. Nicht jedes Ausflugsziel kann gleich am nächsten Tag angefahren werden, doch eines Tages bin ich froh, wenn ich für das Wochenende noch ein paar Ideen in der Hinterhand habe.

Vielleicht kommt der Eine oder Andere von Euch ja auch auf die Idee und fixiert seine Planungen schriftlich. Ich habe jedenfalls festgestellt, dass ich seit dem mehr von den Sachen die ich „immer schon mal machen wollte“ auch tatsächlich in Angriff genommen habe. Die Bilder wurden mehr und besser und so habe ich auch zusätzlich noch den Erfolg des Ganzen überprüfen können.

Für die erfolgreiche Durchführung Eurer Projekte und Vorhaben in diesem Jahr wünsche ich Euch allzeit gutes Licht!

Werner Kutter

 

 

 

Jahresrückblick 2017 – Wer hätte das gedacht?

Das Jahr 2017 – was hat es gebracht?
Bevor ich in den Weihnachtsurlaub verschwinde möchte ich kurz mit Euch gemeinsam zurückblicken, denn am Anfang des Jahres hätte ich nie gedacht, was dieses Jahr alles mit sich bringt und das ich das Bloggen bis zum Ende des Jahres durchhalten werde.

Am Beginn des Jahres habe ich mir zu ersten Mal überhaupt eine ToDo-Liste angelegt. Ganz untypisch ist diese im Lauf des Jahres mitgewachsen – ich habe die Erfolge und die Ziele einfach das ganze Jahr über mitgeschrieben und ständig erweitert. Eigentlich sollte man sich ja vorab die Ziele vorgeben und dann an deren Erreichung arbeiten – aber da sich das Jahr so turbulent entwickelte, habe ich die Dynamik einfach in der LIste mit übernommen.

Im Frühjahr war ich wieder einmal zu einem VHS-Foto-Workshop angemeldet und neben so vielem kam mit mit einem Mal in den Sinn,, dass ich für mein Vorhaben einen eigenen Blog im Internet einzurichten ein Logo benötige. Kurzerhand habe ich einer Bekannten meine Kamera in die Hand gedrückt, mit der Bitte mich im Vorübergehen zu fotografieren. Ich wollte mich absichtlich als Silhouette vor dem hellen Hintergrund haben, also war heute der perfekte Tag dafür. Die Schwarzweiß-Umwandlung war am PC auch schnell geschehen – so hatte ich von der Idee zur Ausführung in weniger als einem halben Tag mein Logo erschaffen und gleich noch eine Visitenkarte bestellt.

Ende Januar war es dann soweit. Der erste Blogartikel erschien am 14.01. und ich hatte keine Ahnung, wie weit es mich bringen würde. Bis heute habe ich insgesamt 45 Beiträge veröffentlicht – jede Woche einen. Die ersten fünf Themen habe ich so im Kopf gehabt, das was weiter alles kam ist mir so nach und nach in den Sinn gekommen. Wieder habe ich, neben der ToDo-Liste, eine Themen-Liste geführt, die ich dann nach und nach abgearbeitet habe. Kurzfristige Sachen, wie z. B. Reviews habe ich spontan geschrieben und online gestellt. Die Rückmeldungen sind bisher kaum messbar, aber es macht Spaß, ich habe noch Themen und Ideen und so werde ich die Seite auch in 2018 erst einmal weiter führen.

Im Februar und April konnte ich endlich noch zwei Mal einen lang gehegten Wunsch wahr werden lassen: Ich begab mich mit zwei Fotoverrückten wieder nach München in die U-Bahn um zu fotografieren. Hieraus sind auch einige Blogeinträge entstanden, welche meine Begeisterung für diese Art der Fotografie widerspiegeln:
Grundlagen
Bahnhöfe Teil 1
Bahnhöfe Teil 2
Bahnhöfe Teil 3
Bahnhöfe Teil 4
Bahnhöfe Teil 5
Best of

Ebenfalls im Frühjahr hat der AKF Kaufbeuren die Bayerische Fotomeisterschaft ausgerichtet. Hier habe ich zum ersten Mal Bilder für eine große Fotoschau eingereicht und zu meiner eigenen Überraschung ist sogar die Annahme eines Bildes zur Jurierung dabei heraus gesprungen. Dieses Bild aus dem Eistobel hat es geschafft und wurde auch im Katalog abgedruckt.

Bei meinem Arbeitgeber der LEW Verteilnetz GmbH wurden meine Bilder von der Beleuchtungssarnierung in der Memminger Fussgängerzone von höherer Stelle wohlwollend zur Kenntnis genommen. Im der Folgezeit wurden diese in Artikeln im „LEW-Magazin“und in der Kommunalzeitung „LEW kommunal“ abgedruckt. Ich war mächtig stolz darauf, Bilder von mir in öffentlichen Publikationen abdruckt zu sehen.

Jetzt, pünktlich zum ersten Advent, bekam ich noch mit, dass ein weiteres meiner Bilder in einer Werbeanzeige Verwendung gefunden hat. Ich könnte stolzer nicht sein.

Der sog. „Youtube-Fotograf“ Stephan Wiesner startete einen Aufruf im Internet, damit Fotografen, die ihm folgten für ein geplantes Magazin Bilder und Plätze mit außergewöhnlichem Fotografiepotenzial ihm zukommen zu lassen. Ich meldete mich mit ein paar Bildern aus meinem geliebten Eistobel bei Isny und trotz anfänglicher Skepsis, da der Spot nicht in den Alpen lag, wurde ich mit einer Doppelseite belohnt für die ich den Entwurf des Textes gleich mitliefern durfte. Das Magazin hieß damals noch „go!“ , jetzt „Zielfoto“ und ist ausschließlich im Web-Shop bei Stephan Wiesner bestellbar.

In der Memminger Zeitung – lokaler Ableger der Allgäuer Zeitung – stand ein Aufruf an alle, doch Bilder vom Allgäu und der schönen Natur einzureichen. Arbeitskollegen, die mich und meine Bilder kannten, machten mich darauf aufmerksam und so habe ich im Mai ein paar Bilder eingereicht. Lange habe ich nichts gehört und ehrlich gesagt auch gar nicht mehr daran gedacht, bis mich im Oktober eine Bekannte benachrichtigte, dass sie ein Bild von mir in der Zeitung gesehen hat. Schnell bin ich noch an den Bahnhof gefahren und habe mir die Ausgabe gekauft – und tatsächlich war ganz unten links mein Bild vom allein stehenden Baum vor den Allgäuer Alpen abgebildet. Wieder eine Veröffentlichung, die mich stolz machte.

Da ich ja mittlerweile viel im Bereich Social Media unterwegs war habe ich über Facebook bei befreundeten Fotografen gesehen, dass es von der Zeitschrift Stern die View-Community gibt. Also habe ich mich hier auch einmal angemeldet und Bilder hochgeladen. In den ersten zehn Tagen habe ich direkt zwei Mal ein Bild des Tages abgeliefert.

Meine Hauptaktivitäten habe ich auf die Community von 500px gelegt. Seit 2016 poste ich dort jeden Tag ein Bild und habe mir dort eine Basis mit über 1700 Followern aufgebaut. Weihnachten 2015 hatte ich da mein erstes richtig erfolgreiches Bild mit dem Sonnenaufgang am allein stehenden Baum mit einer Bewertung von 97,8 von 100 Punkten.
Die Bewertung errechnet sich aus der Anzahl der Likes in den ersten 24 Stunden ab Veröffentlichung. Zum damaligen Zeitpunkt hatte ich noch keine hundert Follower – um so erstaunlicher war für mich die hohe Anzahl an Zustimmungen. Üblicherweise war ich damals froh über 90 Punkte zu kommen.. Seit ich die 1000er Grenze an „Folgern“ am 08.02.2017 überschritten habe, sind die Bewertungen konstant über 95 Punkte. Pro Monat bekomme ich im Schnitt 70 Follower dazu und das spornt mich immer weiter an, täglich ein neues Bild zu posten.

Um den Blog bekannter zu machen habe ich auf meinem Facebook-Account eine eigene Seite engerichtet, auf der ich ebenfalls jeden Tag ein Bild poste, aber auch die wöchentlichen Blogartikel vorstelle. Zusätzlich teile ich hier auch andere Beiträge aus der Welt der Fotografie sowie Beiträge die so zu sagen den Blick hinter die Kamera zulassen. Zwischen dem 01.06. und heute habe ich hier bereits über 120 Personen gefunden, die das regelmäßig lesen und kommentieren.

Bei meinen Ausflügen in den Münchener Untergrund wurde ich mit einem Mitglied des Memminger Fotoclubs bekannt gemacht. Neugierig wie ich bin, habe ich mir diesen dann im Frühjahr ein paar mal angeschaut. Die Bildbesprechungen und Aktivitäten haben mir dann so zugesagt, dass ich im Juli hier beigetreten bin und seitdem wieder vielen neuen Ideen entwickel konnte. Danke dafür allen, die mich so freundlich aufgenommen haben.

Da ich mittlerweile mit dem Schreiben in den „Flow“ gekommen bin und meine Liebe zur Fotografie von Wasser – im Besonderen im Eistobel – dieses Jahr so richtig aufgeblüht ist, habe ich mir jetzt im Herbst und für den Winter noch ein neues Projekt auferlegt. Ich bin dabei ein E-Book zu schreiben und hoffe, dass ich es auf der ToDo-Liste für 2018 auch sehr bald als erledigt abhaken kann.

Es bleibt also auch für nächstes Jahr spannend. Für dieses Jahr bedanke ich mich ganz herzlich für Euer aller Geduld und die Unterstützung, welche mir zu Teil wurde. Ich wünsche allen Freunden und Lesern eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Für all Eure fotografischen Vorhaben wünsche ich Euch natürlich auch heute wieder allzeit gutes Licht!

Werner Kutter

Anfängerfehler Teil 3


5. Die falsche Tageszeit

Morgenstund‘ hat Gold im Mund.
Ein altes Sprichwort, dass jedoch für die Landschaftsfotografie absolut zutreffend ist – denn ein Sonnenaufgang lässt sich in unseren Breiten nun mal nicht Mittags aufnehmen. Man muss schon seinen inneren Schweinehund überwinden, um im Sommer zum Erfolg zu kommen. Aber wer sich vorher über die zu erwartenden Wetterverhältnisse schlau macht, wird jedenfalls nicht enttäuscht werden.
In der folgenden Bilderserie ist schön zu sehen, wie sich auch die Lichtstimmung im Verlauf des Sonnenaufgangs ändert. Das beste Licht ist nämlich unmittelbar bevor die Sonne über den Horizont kommt…

Anfangs dominiert noch das nächtliche Blau die Szenerie. Schüchtern und langsam bahnen sich die ersten Strahlen ihren Weg, um den Nachthimmel zu vertreiben. Für solche Bilder ist unbedingt der Einsatz eines Stativs zu empfehlen oder die Kamera anderweitig gegen Verwackeln zu sichern.


Sobald die Sonne dem Horizont näher kommt nehmen die wärmeren Farbtöne zu und verdrängen nach und nach das kühle Blau der Nacht.

Es wird immer heller und die Farbstimmung ist meiner Meinung nach eigentlich jetzt am schönsten und intensivsten.

Sobald die ersten Sonnenstrahlen richtig das frühmorgendliche Glühen ablösen, nimmt das Orange zu und der Magenta-Anteil verschwindet langsam. Schön weich schmiegt sich das goldene Licht an den Hängen und Bergspitzen entlang, bereit die Szene ganz zu übernehmen.

Wenn die Sonne dann sichtbar wird, hat das Farbspektakel ein Ende. Orange überwiegt nun und bestreicht nun die Hügel und das Wasser mit Wärme. Es ist immer noch ein schönes Licht – besser als das harte Licht zur Mittagszeit, welches speziell im Sommer durch die senkrechte Stellung der Sonne mit kurzen Schatten und greller Anstrahlung für wenig Tiefe und Kontrast in den Urlaubsbildern sorgt.
Für mich hat sich das Aufstehen um 4 Uhr im Juli definitiv gelohnt.

An Abend vollzieht sich das Spektakel selbstverständlich in umgekehrter Reihenfolge erneut. Das Orange verschwindet dann langsam während der sogenannten goldenen Stunde. Die Sonne weicht dem nächtlichen Blauschwarz und kurze Zeit nach dem eigentlichen Sonnenuntergang bleibt für die sogenannte „Blaue Stunde“ noch dieser tiefblaue Nachthimmel, welcher ebenfalls noch sehr stimmungsvolle Bilder entstehen lassen. Für solche Aufnahmen an einem See hat sich jedoch bewährt, am Morgen zu kommen, da es um diese Zeit in der Regel windstill ist und somit der See weniger unruhig ist als beispielsweise am Abend.

6. Achte auf den Rand und den Hintergrund


Das Bild zeigt eine unglaublich schöne Winterstimmung. Feine Nebelschwaden ziehen über den Bach, die tief stehende Sonne zaubert feine Lichtreflexe auf das Wasser – und doch stört das Brückenteil in der rechten oberen Ecke. Jetzt kommt noch dazu, dass ich den Ausschnitt schon enger gewählt habe – ich habe das Foto in Lightroom beschnitten – so dass im Original noch viel mehr störende Elemente rechts am Rand entlang sichtbar waren. Mehr von der Brücke, aber auch ein Geländer am Rand des betonierten Brückenfundamentes.
Das Bild ist erst im Januar 2017 entstanden. Ich bin also trotzdem, dass ich mich schon sehr viel weiter entwickelt habe, immer noch nicht davor gefeit, vor lauter Begeisterung die Bilder vor Ort richtig zu beurteilen. Nur ein kleiner Schwenk, ein Schritt nach vorn oder zur Seite und das Bild wäre perfekt. So lange man vor Ort ist kann das alles schnell und problemlos bereinigt werden. Es müssen keine aufwändigen Retuschen mit Photoshop etc. gemacht werden, um unerwünschte Bildinhalte zu beseitigen.

Oft kommt es auch vor, das wir auf Erinnerungsfotos uns in der Szenerie so platzieren, dass im Hintergrund auffällige Straßenschilder mit im Bild sind. Rote Stopp-Schilder fallen da natürlich besonders krass auf. Auch gibt es viele Aufnahmen bei denen ein Baum aus dem Kopf des Abgelichteten zu wachsen scheint. In der Anfangszeit wird das, wie schon mal gesagt, wenig stören – wer sich jedoch wirklich weiter entwickeln möchte, der wird sich früher oder (selten) später sehr daran stören.

Immer schön wach bleiben und vor Ort genau kontrollieren, was man fotografiert hat! In diesem Sinne wünsche ich Euch allzeit gutes Licht.
Werner Kutter

Anfängerfehler Teil 2


Weiter geht’s und keine Angst, es tut nicht weh – ich habe das alles am eigenen Leib erfahren und fotografiere heute immer noch!

3. zuviel Theorie

Ich war lange Zeit der irrigen Meinung, ich müsste nur noch das nächste Buch oder die neueste Zeitschrift lesen, um besser zu werden.
Das stimmt definitiv nicht!
Du wirst nicht besser nur durch mehr lesen oder mehr Videos sondern allein durch mehr Fotos! Vergeude also nicht zuviel Zeit zu Hause beim Lesen. Gehe raus und fotografiere!
Bitte nicht falsch verstehen – grundlegende Informationen braucht jeder.
Das Kamerahandbuch z. B. sollte man sich schon einmal durchgeschaut haben, um einen Überblick über die Menüs und Knöpfe an seinem Apparat zu erhalten. Besser noch, man besorgt sich ein Kamera-Buch, geschrieben von einem Fotografen. Der erklärt die trockene Materie anhand von Praxisbeispielen und ist meist besser, als die eingedeutschten Beschreibungen der Hersteller. Auch wichtig sind die Grundlagen der Bildgestaltung und Fototechniken. Vieles davon wird im Laufe der Zeit hier Thema werden. Am besten dabei bleiben und an jedem Samstag gespannt sein, was das nächste Kapitel bringt!

Dein zukünftiges Motto sollte sein:
Das Fotografieren selbst lernt man jedoch am Besten durch das Fotografieren.
So einfach ist das.

Ich gönne mir beispielsweise mindestens einmal im Jahr einen Workshop – und wenn es auch „nur“ ein VHS-Kurs ist – egal! Du bekommst neuen Input – neue Ideen – lernst neue Leute kennen und siehst was und wie andere fotografieren. Man sieht andere Perspektiven und Bildausschnitte. Vor allem aber konzentriert man sich auf die eine Sache: Fotos machen. Und gerade bei der örtlichen VHS kostet es nicht die Welt und bringt jede Menge Spaß. Wenn man dann das erste Mal mit richtig guten Bildern heim kommt – das motiviert ungemein!
Wie für alles im Leben gilt auch bei der Fotografie: man lernt nie aus! Und für Aus- und Weiterbildung ist es nie zu spät und für dieses Hobby ist man auch nie zu alt.

Heute im Zeitalter der digitalen  Kameras kostet die „Lehrzeit“ nicht mehr viel Geld und Zeit. Man muss nicht mehr eine Woche warten, bis der Film voll und entwickelt ist, um zu sehen, dass dreiviertel der Bilder Ausschuss sind. Es ist ein unglaublicher Vorteil, gleich nach den Aufnahmen das Ergebnis am PC zu sehen und seine Lehren daraus zu ziehen. Es macht nichts mehr aus, wenn eine Blume oder ein Baum hundert mal aus den verschiedensten Positionen fotografiert wird – man muss es ja keinem zeigen. Es zählt nur das eine Bild – das Bild welches scharf, richtig belichtet und gut komponiert ist.
Dieses Bild wird stolz gezeigt!

4. Die Wahl der Perspektive

Wie schon einmal erwähnt ist die Wahl des Aufnahmestandpunktes oft von entscheidender Bedeutung. Die gewöhnliche Ansicht auf Augenhöhe ist oft wenig spannend, da wir tagtäglich so unterwegs sind. Es tritt schon ein gewisser „Gewöhnungseffekt“ ein.
Warum nicht mal auf den Boden legen? Oder auf eine Bank oder Treppe steigen? Natürlich dürfen wir hier keine unnötigen Risiken eingehen und z. B. in den Bergen die befestigten Wege verlassen, um ungesichert irgend welche Felsen zu besteigen. Aber neue, nicht alltägliche Sichtweisen überraschen uns immer wieder und machen die Bilder gleich viel interessanter.

Ich hätte das Gebäude auch ganz normal aufnehmen können, doch so habe ich mehrere Gestaltungskomponenten genutzt. Die Schiene am rechten Bildrand zieht den Blick als Führungslinie geradezu ins Bild hinein und gibt dem Foto mehr Tiefe. O.k., das Bild an sich ist jetzt nicht der Brüller, jedoch demonstriert es für mich ganz ansehnlich, dass mit dem Wechsel in die Froschperspektive oft auch Hilfslinien gefunden werden können, welche das Bild plastischer erscheinen lassen.
Wir dürfen nie vergessen, dass das Fotografieren eine dreidimensionale Szene auf ein zweidimensionales Medium zusammenstaucht. Um tiefgängige Bilder entstehen zu lassen, sind solche Hilfsmittel unabdingbar.

Also öfter mal auf den Boden schmeißen und dann abdrücken. In diesem Sinne wünsche ich Euch einen trockenen Untergrund und allzeit gutes Licht!

Werner Kutter

 

Neuer Foto-Blog


Wieso noch ein Foto-Blog?

Gute Frage!

Ich habe mich in den letzten beiden Jahren  so viel weiter entwickelt, dass ich das Bedürfnis entwickelt habe, diese Erfahrungen zu teilen. Bestimmt gibt es noch viele, die an der selben Schwelle stehen, wie ich vor kurzem  und froh sind, Hilfe zu finden. Viele Dinge rund um die Kamera erscheinen kompliziert, sind in Wahrheit jedoch ganz simpel, wenn man es einfach erklärt bekommt.

Ich bin  Fotograf und fotografiere leidenschaftlich gerne und bin froh, so weit gekommen zu sein, wie ich heute bin. Doch die Reise ist noch nicht zu Ende. Ich lerne ständig dazu und ich möchte Dich mitnehmen auf den weiteren Weg in die große Welt der Fotografie.

Ich fotografiere mit einer Nikon Z6. Hier geht es aber auch nicht um die ewige Frage,  welche Marke besser ist, weil es darauf auch keine allgemein richtige Antwort gibt und es auch keine Rolle spielt, ob mit Canon, Sony oder sonst was fotografiert wird. Man kann mit allen Kameras,  die man heute käuflich erwerben kann sehr gute Bilder machen. Denn nicht das Material macht das Bild,  sondern der Typ, der den Auslöser betätigt.

Ich möchte hier Ideen geben, interessante Sachverhalte einfach erklären, auch mal ein nützliches Buch besprechen, Trends aufzeigen aber auch mal gegen den Trend gehen – einfach über mein Hobby plaudern.

Ich stelle mir außerdem auch vor, interessante Spots für tolle Fotos mit Euch zu teilen und ein klein wenig Anleitungen für bessere Bilder geben.

In diesem Sinne wünsche ich Dir allzeit gutes Licht!

Werner Kutter

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