Professionelles Fotobuch von Saal Digital

Ich hatte das große Glück und bekam einen Gutschein zum Test eines Fotobuchs aus der Professional Line. Als Fotograf bin ich sehr dankbar, dass ich ab sofort mein Portfolio im entsprechenden Profirahmen präsentieren darf.

Mit der intuitiv zu bedienenden Software ist das Buch einfach erstellt und schnell und professionell gestaltet. Jetzt nur noch im Warenkorb bezahlen und schon am dritten Tag nach der Bestellung liegt das Werk im Briefkasten. Hohe Qualität und schneller Versand trotz der aufwendigen Produktion sind mir lieb gewordene Eigenschaften, die Saal Digital von der Masse abheben.

Ich habe die Version mit mattem Fotopapier und dem High-End-Druck gewählt. Vollständig begeistert bin ich von der Qualität meiner Bilder. Teilweise kann man eine Art 3D-Effekt auf den Bildern vermuten, so detailliert und farbecht sind die Fotos.

Ebenfalls gefällt mir die sog. Layflat-Bindung, welche seitenübergreifendem Druck ohne störenden Falz erlaubt. Gerade für mich als Natur- und Landschaftsfotograf ein unschätzbarer Vorteil beim Druck von Panoramen. Die gesamte Breite des Buches kann formatfüllend ausgenutzt werden.

Feine Details, wie beispielsweise der Sonnenstern auf dem Bild oben, werden absolut scharf wiedergegeben.
Gerade für die wichtigen Momente des Lebens ist diese Art der Präsentation richtig. Ob Hochzeit, Taufe oder sonstige Feste, welche in geeignetem Rahmen in Erinnerung bleiben sollen – die Professional Line ist das Beste, was mit den Bildern passieren kann.

Mir gefällt besonders, dass in der matten Version die Bilder so herrlich unaufdringlich wirken und doch ihre gesamte Brillanz zur Geltung kommt. Der hochwertige und edle Einband liegt gut in der Hand, so dass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen will. Das Blättern in den lieb gewordenen Erinnerungen wird so immer wieder zum Erlebnis.

Die Farben sind toll und lebendig. Die Bilder sehen alle genau so aus, wie ich sie in Lightroom vorbereitet habe. Keine Farbabweichung, kein Rauschen – nichts stört bei der Betrachtung.

Alles in allem ist das Fotobuch aus der Professional Line genau das, was der Name schon sagt: Professionell!
Ich kann es, trotz des etwas höherem Preis, uneingeschränkt empfehlen. Qualität kostet und mit der Ausführung wird jeder mehr als zufrieden sein. Schön ist auch, dass kein Barcode oder Hersteller-Logo auf dem Umschlag ablenkt.

Um Bilder für die Professional Line anfertigen zu können wünsche ich Euch allzeit gutes Licht.

Werner Kutter

Testbericht Tamron 18 – 400 mm an Canon EOS 70D

Um es gleich vorweg zu sagen:
Ich habe das Objektiv nicht bereitgestellt oder geschenkt bekommen. Ich habe es mir beim Tamron-Verleih ausgeliehen, um es im Rahmen des Workshops bei der Viehscheid zu testen. In diesem Bericht gebe ich nur meine eigene, von außen unbeeinflusste Meinung wider.

Zur Zeit gibt es im Verleih eine Aktion bei der ausgewählte Objektive in der ersten Woche umsonst ausgeliehen werden können.  Das 18 – 400 mm war auch dabei, so dass ich nur die zweite Woche, in der ich auf dem Viehscheid war, bezahlen musste.
(Foto von Tamron)

Begonnen habe ich den Test natürlich gleich nach Erhalt der Linse. Auf einem Spaziergang mit unserem Hund habe ich den Zoombereich und den Autofokus ausgiebig angetestet. Auf den ersten Blick war ich von der Vergrößerungsleistung des doch recht handlichen Objektivs mehr als überrascht.

Ich konnte problemlos eine ca. 600 mt entfernte Baumgruppe anvisieren und brauchbar scharf ablichten.

Spaß machen sollte es natürlich auch beim Einsatz im familiären Bereich, etwa beim Sport der Kinder, oder, wie bei uns, beim Spiel mit dem Hund. Die Nachführung des Autofokus kommt hier leider schnell an seine Grenzen wenn der Hund sich schnell auf einen zu bewegt. Ob das jetzt allein am Objektiv liegt oder u. U. die Kamera hier nicht mehr mitkommt, kann ich nicht beantworten; jedoch war das Scharfstellen im Endbereich zwischen 300 und 400 mm oftmals sehr langwierig.

Am meisten Respekt hatte ich davor, ob die Bilder bei maximaler Vergrößerung auch noch ausreichend scharf sein würden. Hier legt sich jedoch der Bildstabilisator wirklich voll ins Zeug. Alle Bilder wurde aus der Hand ausreichend scharf, so dass sich die Linse gut für nicht all zu schnelle sportliche Aktivitäten eignet. Selbst ein vorbeifliegender Helikopter war gut zu fotografieren.

Die Randabschattung (Vignettierung) lag im erträglichen Bereich und konnte in Lightroom über die automatische Korrektur bequem behoben werden.
Ich habe jetzt die Schärfe nicht bis in den allerletzten Bildwinkel verfolgt und beurteilt – subjektiv würde ich sagen, dass alle Bilder ausreichend scharf sind. Man wird die Linse ja vielleicht als „Immer-Drauf“ mit in den Urlaub nehmen – anspruchsvolle Bilder werden sicherlich mit einem „besseren“ Glas gemacht werden.

Praktischer Weise kann das Ausfahren des Objektivs während des Transports an der Kamera über einen Schalter oben an der Linse verhindert werden. Zum Lieferumfang gehört auch direkt eine Sonnenblende was nicht bei allen Objektiven der Fall ist. Das Handling war trotz der Länge und des Gewichtes von ca. 715 g gut. Man kann mit dem Objektiv durchaus den ganzen Tag auf Pirsch gehen und gute Fotos machen.
(Foto von Tamron)

Der Service bei Tamron mit dem Ausleihen und Zurückschicken hat ebenfalls problemlos funktioniert. Der Versand und die Rücksendung werden pauschal mit einer einmaligen Gebühr in Höhe von 19,- € verrechnet. Die wöchentliche Miete beträgt z. Zt. 37,- €. Die Anschaffung eines solchen Objektivs für eine Canon APS-C-Kamera würde mit ca. 620,- € zu Buche schlagen.

Ich habe das Objektiv dann guten Gewissens wieder zurückgeschickt. Für meine hauptsächlichen Fotoprojekte werde ich es mir nicht extra anschaffen, für Veranstaltungen, wie z. B. der Viehscheid oder im Urlaub, wenn nur ein Objektiv ins Gepäck passt, ist es ein wirklich guter Helfer. Es hat mir doch jeglichen Objektivwechsel während der Veranstaltung erspart. Für die weite Spanne des Zoombereichs macht es wirklich erstaunlich gute Bilder.

Ich hoffe, ich konnte ein paar hilfreiche Tipps geben, sollte sich jemand mit dem Gedanken tragen,  sich ein Ultrazoom-Objektiv zuzulegen.
Für all Eure Projekte wünsche ich Euch natürlich allzeit gutes Licht!

Werner Kutter

Gadgets für Fotografen: Folding Z-Pan


Ab und zu packt es mich und ich muss so einer Werbeanzeige auf Facebook auf den Grund gehen. So geschehen bei der Anzeige des Redfire Store für einen Stativkopf, der verschiedenste Kamerastellungen ermöglichen soll:
Der „Folding Z Pan & Tilt Tripod Head“.

Gesagt getan – als noch ein 10 % Bonus und freier Versand versprochen wurde, habe ich zugeschlagen und ein Exemplar bestellt. Anscheinend wurde der Begriff „shipping“ wörtlich genommen und das Teil mit dem Schiff verschickt, da die Lieferung beinahe vier Wochen dauerte.
Ich möchte ausdrücklich darauf hinweisen, dass ich hier meine persönliche Meinung vertrete und keine Werbung für das Teil mache. Ich habe es gekauft – nicht gestellt bekommen. Jetzt hatte ich endlich Gelegenheit, es ausführlich zu testen:

Dazu begab ich mich in den Garten, um meinem Sommerflieder etwas mit dem Makroobjektiv auf die Blüten zu rücken. Zugegeben, dass war dann auch schon gemein, denn die Makrolinse ist mein schwerstes Objektiv, aber im Web-Shop wurde auch damit geworben, dass es perfekt für Makroaufnahmen geeignet sein.

Die verschiedenen Winkel und Möglichkeiten begeisterten mich anfangs schon, zumal ich keinen sog. L-Winkel für die Kamera habe, um schnell von vertikal auf horizontal umstellen zu können.
Die Kamera hielt auch tatsächlich in vielen der angepriesenen Zwischenstellungen – fast stufenlos. Jedoch hatte ich schnell insgesamt das Gefühl, dass die ganze Konstruktion nicht so vibrationsarm zu sein schien, wie die Werbung einem suggerieren wollte. Eine Spiegelreflexkamera mit Makroobjektiv ist doch schon ganz schön schwer und brachte die Gelenke an ihre Grenzen.
Und so richtig konnte ich die ganzen verschiedenen Einstellungen auch nicht sofort nutzen, da sich der Bereich der Kamera zu sehr änderte und immer das ganze Stativ neu ausgerichtet werden musste.
Die eingebaute Wasserwaage lässt es wenigsten zu, die Nivellierung genau vorzunehmen, jedoch wenn ich, wie angeboten, diesen Winkel anstelle eines Stativkopfes verwenden würde, müsste ich die Arbeit über das Ein- und Ausfahren der Stativbeine erledigen, was ziemlich mühsam wäre.
Alles in allem ein Nice-To-Have-Teil, eine Anschaffung kann ich jedoch nicht bedingungslos empfehlen. Das Platypod, welches ich vor ein paar Wochen getestet habe, ist ich jetzt schon deutlich mehr im Einsatz gewesen, als ich es mir von diesem Z-Winkel vorstellen kann. Und mit dessen Einsatzmöglichkeiten bin ich deutlich mehr zufrieden.

Fazit: Kann man haben – muss man aber nicht.
In diesem Sinne wünsche ich Euch, wie gewohnt, allzeit gutes Licht!

Werner Kutter

Platypod – das Keinstativ-Stativ


Es gibt so viele Momente in denen man zum Fotografieren ein Stativ benötigt, es aber nicht erlaubt ist oder man aus gewichtsgründen keines mitgenommen hat. Was macht man dann? Dann kommt das Platypod zum Einsatz und hilft uns aus der Patsche. Denn das Platypod ist kein Stativ im herkömmlichen Sinne und somit sogar dort erlaubt, an denen sonst Stative verboten sind.

Am Wochenende habe ich es beim Wandern dabei gehabt und ausgiebig getestet.  Um es vorweg zu nehmen : es gibt keine Ausrede mehr, von wegen kein Stativ dabei und so! Für das Platypod ist inner und überall Platz und es ist so universell einsetzbar, so  dass es für den Alltagsgebrauch vollkommen ausreicht. Schluss also mit der Stativ-Schlepperei beim Familienausflug.
Zur Zeit ist es nur direkt beim Hersteller in den USA per Internet bestellbar (platypodpro). Ich habe meins am 5. Juli bestellt und die Lieferung erfolgte promt am 12. Juli – da kann man nichts sagen.  Die schicke Schachtel enthält dann  die Platte und die 4 Schraubfüße, sowie einen Stoffbeutel.  Der von mir abgebildete Kugelkopf ist nicht im Lieferumfang enthalten!
Die Platte kann dann als Stativ-Ersatz universell eingesetzt werden. auf glatten, ebenen Untergründen (z. B. Pflaster oder Beton) kann die Platte auch direkt aufgelegt werden. Wenn der Untergrung uneben oder schief ist werden die Schraubfüsse, welche mittels Magnet in ihrer Aufbewahrungsbox gehalten werden, zum Einsatz kommen.
Diese können auf drei Arten verwendet werden:
1. mit der Spitze in weichen Untergrund (z. B. Wiese) drücken und so ein verrutschen verhindern
2. mit der Gummikappe auf empfindlichen Oberflächen (z. B. Möbel), um verkratzen zu verhindern und
3. mit der glatten Seite z. B.  auf Felsen oder unebenem Gelände.
Über das leichtgängige Gewinde lassen sich die Abstände zum Boden individuell einstellen und über eine Rundmutter auch sichern, so dass ein versehentliches Verstellen ausbleibt.
Das Platypod Max ist ausgelegt für Spiegelreflexkameras. Laut Aussage des Herstellers trägt die Platte alles, was der darauf montierte Stativkopf tragen kann. Dies kann ich nur bestätigen. Ich war am Sonntag wandern und habe bei dieser Gelegenheit das Platypod „eingeweiht“.
Ich konnte die Kamera sogar inkl. des montierten Unterbaus an meinem Schultergurt tragen, wenn ich die Konstruktion nicht wieder auseinanderbauen wollte. Es erlaubt mir, bodennahe Aufnahmen von Seen und Bachläufen ebenso wie alle anderen Landschaftsaufnahmen für die ich sonst ein Stativ zusätzlich hätte schleppen müssen.
Die Platte ist etwa so groß wie ein kleines Tablet und ist gewichtsmäßig kaum zu spüren. Der Kugelkopf ist mit wenigen Umdrehungen auf- und wieder abgeschraubt – alles in allem eine gelungene Erfindung, die mir das Fotografieren auf Wanderungen leichte macht. Die Aufbewahrungsbox für die Füsse kann ebenso entfernt werden wie auch beispielsweise ein Gürtel oder Zurrgurt durch die Schlitze gezogen werden kann. Mit diesen Hilfsmitteln kann das Platypod auch ganz leicht an zylindrischen Gengenständen befestigt werden.
Sogar zum Einsatz als „Fotofalle“ für die Wildlife-Fotografie kann es verwendet werden. Es sind ausreichend Löcher vorhanden, um die Platte an Holzpfosten zu spaxen.

Ich werde das Teil auf jeden Fall sehr oft verwenden – beim Wandern wird es jedes mal mit im Rucksack sein. Von mir gibt es auf jeden Fall ein „Empfehlenswert“, auch wenn der zugegeben hohe Preis von derzeit 99,- $ zzgl. Versand doch einige Abschreckung verursacht.
Für die Wandersaison und alle weiteren Unternehmungen im Bereich der Fotografie wünsche ich Euch wieder mal allzeit gutes Licht.

Werner Kutter