Das Bodetal bei Thale

Thale ist rund um die Walpurgisnacht Mekka der Hexen und Magier. Hier liegt der berühmt berüchtigte Hexentanzplatz von dem aus der Sage nach die alten Weiber auf ihren fliegenden Besen in Richtung Brocken starten um dem Teufel zu huldigen. Rund um den Bahnhof in Thale kommt alles zusammen. Hier sind die Parkplätze angelegt und auch der Eingang zur Thale Erlebniswelt mit Hochseilgarten, Seilbahnen und Infopavilliions.

Und hier tritt die Bode aus dem Harz heraus und ergießt sich über Quedlinburg bis in die Magdeburger Börde. Das Bodetal ist wildromantisch und beherbergt noch eine weitere Sage. Gegenüber dem Hexentanzplatz besteht der Aussichtspunkt um den eine märchenhafte Geschichte erzählt wird.
Demnach verfolgte einst Ritter Bodo von Böhmen die Königstocher Brunhilde, die auf ihrem Schimmel vor der ungewollten Vermählung floh. Just an der Stelle setzte die Prinzessin zum Sprung über die Schlucht an und überwand den Abgrund unter Verlust ihres Krönchens. Der Verfolger stürzte in die Tiefe und wurde in einen schwarzen Hund verwandelt, der seitdem die Krone bewacht. Zudem gab der Ritter dem Fluss seinen heutigen Namen. Im Fels ist bis heute der Abdruck des Pferdehufs zu bestaunen – so stark war das Tier bei seinem Absprung gegen den Granit getreten. Unten im Tal kann man heute in der Gaststätte Königsruhe eine kleine Brotzeit genießen und sich dem Flair dieses reizvollen Abschnitts hingeben.

Der einfache Wanderweg folgt der Bode mehr oder weniger stetig. Im Bereich der Teufelsbrücke müssen einige Steigungen überwunden werden, so dass der Weg etwas oberhalb des Bachlaufes entlangführt. Wer möchte und gut zu Fuß ist kann die Strecke bis Treseburg laufen und von dort mit dem Bus wieder nach Thale zurückfahren.

Ich habe die zahlreichen Gelegenheiten dazu genutzt, um wieder einmal Langzeitbelichtungen zu machen. Hierfür ist natürlich ein Stativ unbedingt erforderlich, da es unmöglich ist die Kamera so lange still zu halten. Alternativ kann die Kamera auch auf einer Brüstung oder Felsblock oder Ähnlichem abgelegt werden – dann sind allerdings die Möglichkeiten stark limitiert.

Ich verwende hauptsächlich Rechteckfilter mit 100 mm Breite. Um die Spiegelung des Wassers etwas abzumildern verwende ich in fast allen Fällen einen Polfilter. Mit diesem lese ich dann die erforderliche Belichtungszeit an der Kamera ab und setzte dann zusätzlich, nach Bedarf, noch Neutraldichtefilter (ND-Filter) davor.

So komme ich schnell auf Belichtungszeiten zwischen einer und vier Sekunden, was für den von mir gewünschten Effekt sehr gut ausreicht.

Ich wünsche Euch für die Wanderung gutes Wetter und für die Bilder allzeit gutes Licht!

Werner Kutter