Zum Buchenegger Wasserfall

Die Buchenegger Wasserfälle sind im Sommer eine riesen Attraktion unter „Klippenspringern“. Sogar noch Anfang Oktober, als wir die Wanderung gemacht haben, stürzen sich Waghalsige in Neoprenanzügen vom Rand in den oberen Gumpen und suchen so den Nervenkitzel.
Leider kommt es jedes Jahr vor, das auch schwere Unfälle passieren. Deshalb sollten nur wirklich Ortskundige diesem „Vergnügen“ nachgehen. All zu schnell kann der Sprung ins kühle Nass nämlich auf einem Felsen enden oder Unterströmung im Bereich des Wasserfalls zieht einen in die Tiefe.

Aber jetzt zurück auf Anfang:
Wir parken auf dem großen Parkplatz an der Imbergbahn und gehen auf dem Gehweg zum Golfplatz zurück. Unten in der Senke stehen dann auch schon die ersten Wegweiser auf denen die Wasserfälle ausgeschildert sind. Besonders im Herbst ist diese Tour ein Genuß, haben sich doch alle Bäume mächtig ins Zeug gelegt und ihr prächtiges Farbenkleid aus dem Schrank geholt.

Der Weg durchquert einen Teil des Golfplatzess um nach kurzer Zeit auf die Straße zur Hochgratbahn zu treffen. Nach Überschreitung der Kuppe halten wir uns links um dem Weg bergab zu folgen. Wir bleiben an der nächsten Abzweigung auf dem Weg, der uns in ein kleines Waldstück führt. Nach dem Wäldchen haben wir einen schönen Blick rechts hinüber zum Hochgrat.

Weiter geht’s immer leicht bergab. Nach einer Alpe wird der Abstieg steiler, der Pfad führt uns schließlich wieder auf den Hauptweg hinunter zum Wasserfall zurück. Über Treppen, Stiegen und Steine geht es nun steil bergab bis wir schließlich den Bach und die Brücke erreichen. Von der anderen Seite der Brücke kann man auch heruntersteigen – wir wollten jedoch die kleine Runde von Steibis aus gehen.
Jetzt nur noch rechts zum Ufer hinunter und über Nagelfluh und Felsblöcke kann man sich nun zwischen den ganzen Schaulustigen hindurch den Weg zum Wasserfall bahnen.

Vorsichtig suche ich mir einen festen Stand in geeigneter Position gegenüber den tosenden Wassermassen. Hier packe ich jetzt mein Equipment aus.
Zuerst sorge ich für einen sicheren Stand meines Stativs – gar nicht so einfach auf den teils rutschigen Felsen.
Noch bevor ich irgendeinen Filter auspacke richte ich erst einmal die Kamera ein. Erst einen gefälligen Bildausschnitt wählen, dann mit Hilfe der internen Wasserwaage die Kamera waagrecht ausrichten und dann das Motiv fokussieren. Hier nehme ich gerne schon mal die Vergrößerung im Live-View zu Hilfe, um zu überprüfen, ob das Bild wirklich da scharf ist, wo ich es haben will.
Jetzt kommen erst die Filter zum Einsatz. Im Zusammenhang mit Wasser nehme ich generell einen Polfilter, um die Spiegelung des Wassers hier zu minimieren. Wenn mit die Verschlusszeit immer noch zu kurz erscheint, dann kommt noch zusätzlich ein ND-Filter vorne drauf – bis ich irgendwo zwischen 2 und 5 Sekunden bin.
Auslösen dann mit einem Fernauslöser oder alternativ mit dem Timer in der Kamera, der die Belichtung verzögert und auch verhindert, dass durch die Bedienung eine kleine Unschärfe entsteht.

Nach den Aufnahmen ging es zurück – wieder den ganzen Weg hoch, aber diesmal unten herum, um eine wohl verdiente Einkehr in der Alpe Neugreuth zu halten. Ein Vesper nach getaner „Arbeit“ hat noch immer gut getan.

Wir lassen immer wieder den Blick umherschweifen und genießen die Momente in der langsam untergehenden Herbstsonne. Sie wärmt noch angenehm und so mache ich noch das eine oder andere Bild just for fun.

Wieder am Auto zurück nehmen wir am Käsehäusle noch einen leckeren Bergkäs mit – der muss einfach sein. So bekommt man auch zu Hause wieder Appetit auf die Allgäuer Bergwelt.

Für Wanderungen wie diese wünsche ich Euch so herrliches Wetter, wie wir es hatten und für Eure Bilder allzeit gutes Licht.

Werner Kutter

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