Um den Antholzer See

Antholz dürfte vielen vom Biathlon bekannt sein. Die Gemeinde liegt am Ende des Antholzer Tals an der Zufahrt zum Staller Sattel.
Gleich am Biathlonstadion gibt es ausreichend Parkplätze um von hier die Umrundung des malerisch gelegenen Sees zu starten. Die Runde ist als Naturerlebnisweg angelegt und bietet 17 informative wie unterhaltsame Stationen.

Über die Entstehung des Sees gibt es eine bekannte Sage: Einst sollen hier drei stattliche Bauernhöfe gestanden haben. Als an einem Kirchtag ein Bettler um Almosen bat, wiesen ihn die Bewohner der Bauernhöfe hartherzig und ohne milde Gabe ab. Darauf soll der Bettler gedroht haben, dass hinter den Häusern eine Quelle entspringen werde. Und keine drei Tage später begann dort eine neue Quelle zu sprudeln, und das Wasser überflutete in der Folge die drei Bauernhöfe: Der Antholzer See war entstanden.

Gut beschildert kann man sich auf der Runde um den See fast nicht verlaufen. Wir sind im Uhrzeigersinn den Stationen nach um den See gelaufen und haben immer wieder kurze Pausen gemacht um die schöne Aussicht zu genießen.

Teilweise läuft man auf Holzstegen ganz nahe am Ufer entlang. Ausladenden Buchten, teils mit Tischen und Bänken laden immer wieder zu Verweilen ein. Das kristallklare Wasser und die Bergidylle drum herum lässt einen sowieso schon runterkommen. Zu schön ist der Anblick um einfach so drum herum zu laufen.

Am nordöstlichen Umkehrpunkt wartet ein reges Angebot auf den Wanderer. Eine große Liegewiese lässt eine Atmosphäre, wie im Freibad entstehen und an den diversen Kiosken und Ristorantes kann man sich stärken und den Durst löschen. Wir durchschreiten den prall gefüllten Parkplatz vor der Enzianhütte und überqueren die Straße zum Staller Sattel.
Hier kann man ein Novum beobachten: Die Passstraße auf den Staller Sattel ist nur in eine Richtung befahrbar. Von der vollen Stunde bis viertel nach dürfen die Fahrzeuge herunter fahren. Von viertel nach bis halb ist die Zeit bis der letzte unten ankommen sollte. Von halb bis viertel vor dürfen die KFZ nach oben fahren mit der gleichen Viertelstunde Fahrzeit wie umgekehrt. Zur vollen Stunde dreht die Fahrtrichtung dann wieder.

Auf dem Rückweg, größtenteils durch den schattigen Bergwald, sind ein paar kleine Anstiege zu bewältigen. Insgesamt hält sich die Anstrengung in der Höhe allerdings in Grenzen.
Wieder zurück am Biathlonstadion böte sich auch die Gelegenheit, dieses einmal zu besichtigen. Die Besichtigungen in den Monaten Mai – Oktober sind jeden Dienstag und Freitag von 11:00 bis ca. 13:00 Uhr in deutscher Sprache.

Info: Der See liegt bereits auf 1642 m! Auf der Fahrt dahin nimmt man gar nicht wahr, wieviel Höhenmeter man im Antholzertal dazu gewinnt.

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