Reisebericht Königssee und Malerwinkel


Der Königssee ist ein wahrer Touristenmagnet. Aus aller Herren Länder kommen hier Menschen zusammen, um diesen wirklich schön gelegenen See zu bestaunen. Da für die Elektroboote bei Hunden in diesem Jahr ein Maulkorbzwang eingeführt wurde haben wir uns die Überfahrt zur Kirche St. Barthotlomä und dem Obersee gespart. Sollte sich jemand auf den Weg machen wollen: sehr früh kommen und Nebensaison nutzen! Um in eines der ersten Schiffe zu gelangen muss man früh da sein. Sollte man erst gegen Mittag übersetzen wimmelt es an allen sehenswerten Stellen von Touristen und schöne Bilder sind dann nur noch schwer zu bekommen.
Wenn man in Schönau vom Großparkplatz an der Jenner Bahn die Hauptstraße Richtung Königssee läuft kann man sich auch in der Vorsaison gut vorstellen, was sich hier für eine Menschenmenge Richtung Ufer schlängelt, wenn Hochsaison herrscht. Wir waren froh kein Gedränge und Geschiebe erleben zu müssen und konnten uns so in aller Ruhe die Auslagen der Souveniershops ansehen.

Am Schiffsanleger angekommen haben wir uns nach links gewendet und sind am Ufer hinter den Bootshäusern in den Wald marschiert.

Die Malerwinkelrunde ist klasse ausgeschildert und die angesprochenen Aussichtspunkte bieten einen wirklich schönen Blick über den See.

Die Aussicht vom Malerwinkel selbst über den See bis St. Bartholomä ist die bei Landschaftsmalern beliebteste Ansicht des Königssees. Hier wurde quasi der Standard für die klassischen Königsseebilder gesetzt.
Aber Vorsicht! Nicht schon hier die ganzen Bilder verschießen – es folgt noch ein toller Spot, der einen fast noch schöneren Aus- und Überblick bietet!

Der Weg ist breit und gut befestigt. In leichten Anstiegen windet er sich durch den dichten Wald, so dass die Strecke auch im Sommer gut zu gehen ist, da wirklich viel Schatten herrscht. Nach etwas mehr als dem halben Weg zurück zum Parkplatz hat man den höchsten Punkt erreicht. Von hier kann man noch einen Abstecher zur Rabenwand machen.

Ein wenig Trittsicherheit ist hier schon gefragt, aber der Ausblick ist spektakulär. Man ist einige Meter höher als am Malerwinkel und so ist, gutes Wetter vorausgesetzt, auch die Fernsicht einfach toll.

Dieser Weg ist gut gekennzeichnet jedoch nicht so bequem ausgebaut. Hier muss man mehrfach über Wurzeln und Felsblöcke steigen und deshalb ist hier auch dringend festes Schuhwerk angesagt. Der Abstecher dauert einfach etwa eine halbe Stunde, die Pause am Aussichtspunkt kann man aber umso mehr genießen.

Nachdem man wieder zum Hauptweg zurückgelaufen ist geht es nach kurzem Abstieg aus dem Wald heraus; an der Talstation der Jenner Bahn vorbei zurück zum Parkplatz. Alles in allem ist diese Runde ca. 5 km lang und sollte in 2 – 3 Stunden zu schaffen sein. Immer abhängig von der Zeit, in der man die Aussicht von den jeweiligen Punkten aus genießen möchte. Die Höhendifferenz beträgt ungefähr 190 Meter. Bis auf den Abstecher zur Rabenwand sind es durchwegs sehr gut begehbare und breite Fusswege.

Wer mal in der Gegend ist sollte sich diese Rund auf keinen Fall entgehen lassen. Für all Eure Vorhaben wünsche ich Euch, wie immer, allzeit gutes Licht.

Werner Kutter

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