Meine besten Bilder auf Instagram 2017


Instagram habe ich ehrlich gesagt lange nicht verstanden.. Bilder, die auf 500px über hundert Mal geliked wurden hat auf Instagram fast niemand gesehen. Woran lag das?
An mir! Ich habe mich zu lange dagegen gewehrt, mich mit den sog. Hashtags zu befas:sen.
Tatsächlich ist es so, dass Bilder ohne entsprechende Verlinkung zu Begriffen, welche gerne gesucht werden, einfach unsichtbar bleiben. Wenn keiner Deine Bilder findet, findet Dich keiner. Das heißt: Dir folgt auch niemand und so bleibt es dabei, dass die Bilder nur max. 10 – 15 likes bekommen.

Die Weigerung Hashtags einzugeben lag in der Hauptsache daran, dass es mir zu umständlich war, jedesmal am Handy die ganze Litanei von Begriffen mühsam einzutippen.  Irgendwann kam mir dann mal die Erleuchtung, dass ich mir die Hashtags, die für die meisten meiner Bilder zutreffen könnten, in den Notizen abspeichere und sie jedesmal beim Posten eines neuen Bildes kopiere und einfüge. Ich frage mich heute noch, warum ich da nicht früher drauf gekommen bin..

Gesagt getan – die Hashtags erwiesen sich als wahre Goldgrube – die Follower stiegen rasant an und damit auch die Zahl der LIkes. Auf Grund dieser Erfahrungen hier meine persönliche TopTen der beliebtesten Bilder auf Instagram. Ich weiß – für wirkliche Hardcore-Instagram-Stars bin ich mit meinen 600 Follower ein Niemand – für meine Verhältnisse sind 100 likes auf dieser Plattform aber trotzdem eine ganze Menge – und auf jedes einzelne bin ich stolz!
Die unterschiedlichen Plattformen zeigen mir überraschend immer wieder ganz verschiedene Ergebnisse in der Bewertung meiner Bilder. Ein Bild auf Instagram kann ganz viel Zuspruch erhalten, während es auf 500px oder Facebook fast nicht beachtet wird. Unterschiedliche User geben ganz unterschiedliche Bewertungen ab, so dass in diesem Ranking wieder ein ganz anderes Bild vorne landet, als bei meinen „Hitparaden“ vom Ende letzten Jahres.

Platz 10:
Mit 101 gefällt mir-Angaben landet dieses Bild auf dem 10. Platz. Es zeigt einen Teil der schönen Memminger Stadtmauer und den Stadtbach. Aufgenommen kurz vor der blauen Stunde von einer Brücke aus – natürlich mit Stativ.

Platz 9:
Auf 104 likes kommt diese Aufnahme vom Ortwanger See bei Sonthofen. Hier zeigt sich die sog. Blaue Stunde extrem, denn wenn dank der starken Bewölkung kein Licht mehr dazu kommt, dann sieht man erst, wie blau die Blaue Stunde werden kann.

Platz 8:
Das Bild auf Platz 8 ist eine extreme Gegenlichtaufnahme, so dass das Wasser beinahe schwarz aussieht. Es zeigt eine sog. Fischaufstiegshilfe an einem Laufwasserkraftwerk an der Iller. Durch die verbauten Steine und Felsen ergeben sich hier schöne Schlieren bei der Langzeitfotografie von Wasser.

Platz 7:
Mein Lieblingsbaum schafft es immerhin auf Platz 7. Wie schon mehrfach beschrieben hat mich dieses Bild, aufgenommen am 23.12.2015 am meisten von allen in meiner Entwicklung in der Fotografie weiter gebracht. Mir wurde hier klar, dass Planung und sorgfältige Motivauswahl – aber vor allem der richtige Zeitpunkt, in diesem Fall der Sonnenaufgang, entscheidend sind, ob ein Bild gut wird oder nicht.

Platz 6:
Gleich drei Bilder haben es auf Platz 6 geschafft:
Da wären einmal die verwischten Schlieren der Ilse im Harz. Im Sommerurlaub 2017 machten wir für ein paar Tage Station im Harz. Klar dass da dann die Täler mit ihren unzähligen Bächen und Wasserläufen fotografisch erfasst wurden. Hier die Ilse unterhalb der Ilsefälle.
Dann auch die Bodefälle, welche sich ebenfalls als wahre Spielwiese für Fotografen heraus stellten. Bei beiden Wanderungen war es schön, dass die Wege gut und nicht zu steil waren, so dass die Fotospots ohne große Anstrengungen erreicht werden konnten.
Zu guter Letzt hat es auch das Bild von ersten Sonnenaufgang 2017 am Neujahrstag ins Ranking geschafft. Hier habe ich zur Abwechslung mal ein Teleobjektiv in der Landschaftsfotografie eingesetzt. Das funktioniert auch!

Platz 3:
Die meistbesuchte Location von mir ist und bleibt der Eistobel. Zu viele Motive bieten sich hier, so dass der Stoff aus dem gute Bilder sind, einfach nicht ausgeht. Zudem sind in den unterschiedlichen Jahreszeiten ebenso noch die verschiedensten Ansichten fest zu halten – ich werde sicher noch oft dort runter steigen.

Platz 2:
Der Sonnenaufgang am Mondsee im Salzburger Land war das erste Bild, für dass ich extra im Urlaub um vier Uhr aufgestanden bin. Ich kann bis heute das Gefühl nicht vergessen, welches ich in dieser Zeit hatte, als ich den ankommenden Tag begrüßen durfte. Gänsehaut pur.

Platz 1:
Platz eins hält, für mich überraschend, die Schwarzweiß-Aufnahme einer Wendeltreppe in einem Besucherwindkraftwerk in Ostfriesland. Ich hatte Mühe überhaupt ein scharfes Bild im Inneren des Stahlturmes zu erhalten – das Teil schwankt ganz schön, erst recht, wenn acht Besucher am Aufsteigen sind.

So bin ich weiterhin gespannt, wie meine Bilder ankommen werden und hoffe, den einen oder anderen mit dieser Auflistung inspiriert zu haben doch auch in den sozialen Medien seine Werke auszustellen. Ich habe für mich im letzten Jahr viel dazu gelernt – nicht nur was die Fotografie betrifft. Für all Eure Zielbilder wünsche ich Euch gutes Gelingen und damit allzeit gutes Licht.

Werner Kutter

Wie plane ich mein Jahr?

Seit Anfang 2017 habe ich damit begonnen mir meine Ziele und Etappen zur Zielerreichung schriftlich zu fixieren. Ständig kamen mir neue Ideen in den Sinn-  natürlich am meisten im Zusammenhang mit dem Blog – und so musste ich ständig nachbessern und zugleich das im Auge behalten, was ich mir ursprünglich mal vorgenommen hatte.

Wenn man weiter kommen möchte, dann ist es schon von Vorteil, wenn man sich ein Ziel steckt und dieses zur Erreichung in kleinere Schritte oder Teilziele oder Meilensteine oder wie man es auch immer nennen möchte, untergliedert. Viele der großen Ziele werden erst erreichbar, wenn man sich selbst vor Augen hält, welche einzelnen Schritte man gehen muss, um am Ende – dem Erfolg –  anzukommen. Auch die längste Reise beginnt mit einem ersten, kleinen Schritt.

Als Plattform für die Notizen und ToDo-Listen benutze ich Evernote.
 Notizen kann ich so auch vom Handy aus erstellen oder ansehen, genau so wie zu Hause am Rechner. Überall habe ich immer den selben, aktuellen Stand.
Und wenn mir unterwegs eine neue Idee in den Sinn kommt, kann ich diese gleich an Ort und Stelle notieren. Das Handy hat man schließlich öfter dabei, als würde man ein Notizbuch mit sich rumschleppen.
Für größere Aktionen, wie z. B,. die Liste der Blog-Artikel-Ideen oder auch die Planung der Fotospots im Urlaub, nehme ich in Evernote jeweils eine eigene Notiz, die ich ergänze sobald mir wieder etwas einfällt oder ich neue Infos über interessante Motive erhalte. Und wenn man einmal damit angefangen hat, sich Notizen zu machen, merkt man erst, wie viel einem einfällt um es zu vergessen. Der Kopf ist überraschend frei für neue Inspirationen, wenn man sich sicher sein kann, das alles notiert ist und nichts mehr in Vergessenheit geraten kann.

Letztes Jahr war mein erster Eintrag auf der Liste eigentlich nur, dass ich mehr investieren wollte. Mehr investieren in die Fotografie und zwar nicht monetär, sondern in Zeit und Mühe beim Fotografieren selbst. Ich wollte mehr Anstrengungen unternehmen, um zu besseren Bildern zu gelangen. Das war mein primäres Ziel für 2017.
Dazu stellte ich an mich selbst die Anforderung, jeden Monat mindestens ein Mal bewusst zum Fotografieren zu gehen. Nicht einfach nur wandern gehen und dabei knipsen – sondern gezielt planen, was es Interessantes zu fotografieren gibt.  Ich notierte mir in jeder Zeile den Monat und da die Urlaubsplanung bereits fix war konnte ich auch schon gleich die ersten Zielbilder und Orte im Juni notieren.
Im Februar war ein VHS-Workshop gebucht – also war auch für diesen Monat schnell der passende Eintrag vorhanden.
Stück für Stück und Monat für Monat füllte ich die Liste auf – nicht alles was ich erledigt habe wusste ich am Jahresanfang schon. Aber durch die fortlaufenden Notizen war ich doch gezwungen, mich an die Vorgabe „jeden Monat einmal bewusst fotografieren gehen“ zu halten und nachzudenken, was es an Möglichkeiten im jeweiligen Zeitraum gibt.

Für dieses Jahr sieht es ähnlich aus. Die Liste ist noch ziemlich leer – ich bin mir jedoch sicher, dass ich mit dieser Technik auch heuer wieder viele interessante Punkte finden und erledigen werde.

Etwas Großes habe ich bereits Anfang Dezember begonnen: Ich nehme an einem 52-Wochen-Projekt teil. Somit ist auch gewährleistet, dass ich jeden Monat mindestens ein Mal bewusst fotografiere – genauer gesagt vier Mal, da ich ja  jede Woche eine Aufgabe aus der Challenge lösen muss. Gleichzeitig wartet jede Woche eine interessante Aufgabe, welche mir dabei hilft mich fotografisch weiter zu entwickeln.

Zielbilder und Meilensteine des Jahres werden die beiden geplanten Urlaube im Berchtesgadener Land und der Toskana werden. Hier habe ich in eigenen Kapiteln bereits Listen angelegt mit den Fotos, die ich auf jeden Fall mit Heim bringen möchte.

Auf einer eigenen Liste führe ich die Fotoideen mit, die ich im laufe des Jahres sammle. Nicht jedes Ausflugsziel kann gleich am nächsten Tag angefahren werden, doch eines Tages bin ich froh, wenn ich für das Wochenende noch ein paar Ideen in der Hinterhand habe.

Vielleicht kommt der Eine oder Andere von Euch ja auch auf die Idee und fixiert seine Planungen schriftlich. Ich habe jedenfalls festgestellt, dass ich seit dem mehr von den Sachen die ich „immer schon mal machen wollte“ auch tatsächlich in Angriff genommen habe. Die Bilder wurden mehr und besser und so habe ich auch zusätzlich noch den Erfolg des Ganzen überprüfen können.

Für die erfolgreiche Durchführung Eurer Projekte und Vorhaben in diesem Jahr wünsche ich Euch allzeit gutes Licht!

Werner Kutter