Gadgets für Fotografen: Folding Z-Pan


Ab und zu packt es mich und ich muss so einer Werbeanzeige auf Facebook auf den Grund gehen. So geschehen bei der Anzeige des Redfire Store für einen Stativkopf, der verschiedenste Kamerastellungen ermöglichen soll:
Der „Folding Z Pan & Tilt Tripod Head“.

Gesagt getan – als noch ein 10 % Bonus und freier Versand versprochen wurde, habe ich zugeschlagen und ein Exemplar bestellt. Anscheinend wurde der Begriff „shipping“ wörtlich genommen und das Teil mit dem Schiff verschickt, da die Lieferung beinahe vier Wochen dauerte.
Ich möchte ausdrücklich darauf hinweisen, dass ich hier meine persönliche Meinung vertrete und keine Werbung für das Teil mache. Ich habe es gekauft – nicht gestellt bekommen. Jetzt hatte ich endlich Gelegenheit, es ausführlich zu testen:

Dazu begab ich mich in den Garten, um meinem Sommerflieder etwas mit dem Makroobjektiv auf die Blüten zu rücken. Zugegeben, dass war dann auch schon gemein, denn die Makrolinse ist mein schwerstes Objektiv, aber im Web-Shop wurde auch damit geworben, dass es perfekt für Makroaufnahmen geeignet sein.

Die verschiedenen Winkel und Möglichkeiten begeisterten mich anfangs schon, zumal ich keinen sog. L-Winkel für die Kamera habe, um schnell von vertikal auf horizontal umstellen zu können.
Die Kamera hielt auch tatsächlich in vielen der angepriesenen Zwischenstellungen – fast stufenlos. Jedoch hatte ich schnell insgesamt das Gefühl, dass die ganze Konstruktion nicht so vibrationsarm zu sein schien, wie die Werbung einem suggerieren wollte. Eine Spiegelreflexkamera mit Makroobjektiv ist doch schon ganz schön schwer und brachte die Gelenke an ihre Grenzen.
Und so richtig konnte ich die ganzen verschiedenen Einstellungen auch nicht sofort nutzen, da sich der Bereich der Kamera zu sehr änderte und immer das ganze Stativ neu ausgerichtet werden musste.
Die eingebaute Wasserwaage lässt es wenigsten zu, die Nivellierung genau vorzunehmen, jedoch wenn ich, wie angeboten, diesen Winkel anstelle eines Stativkopfes verwenden würde, müsste ich die Arbeit über das Ein- und Ausfahren der Stativbeine erledigen, was ziemlich mühsam wäre.
Alles in allem ein Nice-To-Have-Teil, eine Anschaffung kann ich jedoch nicht bedingungslos empfehlen. Das Platypod, welches ich vor ein paar Wochen getestet habe, ist ich jetzt schon deutlich mehr im Einsatz gewesen, als ich es mir von diesem Z-Winkel vorstellen kann. Und mit dessen Einsatzmöglichkeiten bin ich deutlich mehr zufrieden.

Fazit: Kann man haben – muss man aber nicht.
In diesem Sinne wünsche ich Euch, wie gewohnt, allzeit gutes Licht!

Werner Kutter

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