Platypod – das Keinstativ-Stativ


Es gibt so viele Momente in denen man zum Fotografieren ein Stativ benötigt, es aber nicht erlaubt ist oder man aus gewichtsgründen keines mitgenommen hat. Was macht man dann? Dann kommt das Platypod zum Einsatz und hilft uns aus der Patsche. Denn das Platypod ist kein Stativ im herkömmlichen Sinne und somit sogar dort erlaubt, an denen sonst Stative verboten sind.

Am Wochenende habe ich es beim Wandern dabei gehabt und ausgiebig getestet.  Um es vorweg zu nehmen : es gibt keine Ausrede mehr, von wegen kein Stativ dabei und so! Für das Platypod ist inner und überall Platz und es ist so universell einsetzbar, so  dass es für den Alltagsgebrauch vollkommen ausreicht. Schluss also mit der Stativ-Schlepperei beim Familienausflug.
Zur Zeit ist es nur direkt beim Hersteller in den USA per Internet bestellbar (platypodpro). Ich habe meins am 5. Juli bestellt und die Lieferung erfolgte promt am 12. Juli – da kann man nichts sagen.  Die schicke Schachtel enthält dann  die Platte und die 4 Schraubfüße, sowie einen Stoffbeutel.  Der von mir abgebildete Kugelkopf ist nicht im Lieferumfang enthalten!
Die Platte kann dann als Stativ-Ersatz universell eingesetzt werden. auf glatten, ebenen Untergründen (z. B. Pflaster oder Beton) kann die Platte auch direkt aufgelegt werden. Wenn der Untergrung uneben oder schief ist werden die Schraubfüsse, welche mittels Magnet in ihrer Aufbewahrungsbox gehalten werden, zum Einsatz kommen.
Diese können auf drei Arten verwendet werden:
1. mit der Spitze in weichen Untergrund (z. B. Wiese) drücken und so ein verrutschen verhindern
2. mit der Gummikappe auf empfindlichen Oberflächen (z. B. Möbel), um verkratzen zu verhindern und
3. mit der glatten Seite z. B.  auf Felsen oder unebenem Gelände.
Über das leichtgängige Gewinde lassen sich die Abstände zum Boden individuell einstellen und über eine Rundmutter auch sichern, so dass ein versehentliches Verstellen ausbleibt.
Das Platypod Max ist ausgelegt für Spiegelreflexkameras. Laut Aussage des Herstellers trägt die Platte alles, was der darauf montierte Stativkopf tragen kann. Dies kann ich nur bestätigen. Ich war am Sonntag wandern und habe bei dieser Gelegenheit das Platypod „eingeweiht“.
Ich konnte die Kamera sogar inkl. des montierten Unterbaus an meinem Schultergurt tragen, wenn ich die Konstruktion nicht wieder auseinanderbauen wollte. Es erlaubt mir, bodennahe Aufnahmen von Seen und Bachläufen ebenso wie alle anderen Landschaftsaufnahmen für die ich sonst ein Stativ zusätzlich hätte schleppen müssen.
Die Platte ist etwa so groß wie ein kleines Tablet und ist gewichtsmäßig kaum zu spüren. Der Kugelkopf ist mit wenigen Umdrehungen auf- und wieder abgeschraubt – alles in allem eine gelungene Erfindung, die mir das Fotografieren auf Wanderungen leichte macht. Die Aufbewahrungsbox für die Füsse kann ebenso entfernt werden wie auch beispielsweise ein Gürtel oder Zurrgurt durch die Schlitze gezogen werden kann. Mit diesen Hilfsmitteln kann das Platypod auch ganz leicht an zylindrischen Gengenständen befestigt werden.
Sogar zum Einsatz als „Fotofalle“ für die Wildlife-Fotografie kann es verwendet werden. Es sind ausreichend Löcher vorhanden, um die Platte an Holzpfosten zu spaxen.

Ich werde das Teil auf jeden Fall sehr oft verwenden – beim Wandern wird es jedes mal mit im Rucksack sein. Von mir gibt es auf jeden Fall ein „Empfehlenswert“, auch wenn der zugegeben hohe Preis von derzeit 99,- $ zzgl. Versand doch einige Abschreckung verursacht.
Für die Wandersaison und alle weiteren Unternehmungen im Bereich der Fotografie wünsche ich Euch wieder mal allzeit gutes Licht.

Werner Kutter

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