Nützliche Apps für Fotografen


Die letzten beiden Wochen haben wir über die Hardware zum besseren Urlaubsfoto gesprochen. Doch es gibt auch Software welche hilfreich sein kann – insbesondere beim letzten Punkt der vorigen Woche, der Vorbereitung.
Beinahe jeder nennt heute ein Smartphone sein Eigen. Für diese gibt es zahllose mehr oder weniger sinnvolle Programme, sog. Apps, für Fotografen.
Das Beste ist, dass einige sogar kostenlos zu erhalten sind.

ND-Filter-Rechner:

 

 

 

 

 

Diese App berechnet ausgehend von der Belichtungszeit ohne Filter,  die Zeit, welche man einstellen muss, wenn man einen ND-Filter benutzt. So kann die Kamera im manuellen Modus perfekt auf den verwendeten Filter eingestellt werden.
Zuerst lässt man die Kamera die aktuelle Belichtungszeit ohne Filter errechnen. Diese Zeit wählt man in der App aus und gibt vor, wie stark der eingesetzte ND-Filter abdunkelt. Automatisch berechnet die App die erforderliche Zeit, um wieder zum gleichen Belichtungsergebnis zu kommen. Im manuellen Modus an der Kamera könnt Ihr jetzt die Blenden-Zeit-Kombination einstellen und das Foto schießen und werdet ein korrekt belichtetes Bild erhalten.

DOF-Calculator:


Mit diesem Rechner könnt Ihr berechnen lassen wie groß der Schärfentiefebereich jeweils ist, wenn eine bestimmte Kombination aus Brennweite und Blende gewählt wird.
Dies wird benötigt, wenn der Bereich, der im Foto scharf sein soll bestimmte Grenzen haben soll.
Mit wenigen Klicks ist der Kameratyp berstimmt – die Sensorgröße hat ebenfalls Einfluss auf den Bereich, welcher scharf abgebildet wird.
Anschließend nur noch die Brennweite einstellen und jeweils für die benutzte Blendenöffnung die Schärfentiefe berechnen lassen. So kann man auch mit diesem Bereich „spielen“ und abschätzen, ab wann das komplette Bild vom Vordergrund bis in den Hintergrund scharf sein wird.

Photo Tools:

Diese App ist eine Sammlung mehrerer Tools und Berechnungsprogramme allerdings auf Englisch. Die beiden vorgenannten Rechner sind hier u. a. ebenfalls integriert sowie noch zahlreiche weitere Utilities, wie z. B. ein Timer oder der Farbkreis. Es können ebenso Checklisten angelegt oder Notizen gespeichert, wie auch die Hyperfokaldistanz berechnet werden. Eine sehr umfangreiche Sammlung, welche ich nie vollständig genutzt habe. Wer sich an den englischen Bezeichnungen für die Fototechnik nicht stört, findet hier wirklich alles, was man berechnen oder notieren kann.

Sun Surveyor:

Diese App kostet ca.  5 € hilft aber ungemein viel bei der Planung von Sonnenverlauf, Mondphasen und der Sichtbarkeit des Milchstraßenzentrums. Ich habe die App lange genutzt, da Photopills nur für Apple-Geräte verfügbar war und bin immer gut damit gefahren.
Als Vorabinfo ist bei der Planung schon sehr hilfreich zu wissen, ob z. B. das Zentrum der Milchstraße überhaupt sichtbar sein wird.
Die Zeiten von Sonnenauf- und -untergang müssen jetzt auch nicht mehr mühsam im Internet recherchiert werden. Jetzt hat man die komplette Datenbank in der Hosentasche. Wichtig in diesem Zusammenhang ist auch die Tatsache, dass die Zeiten immer aktualisiert zum jeweiligen Standort passen und dieser sich für Planungen überallhin verschieben lässt.

Photopills:

Die Mutter aller Sonne-Mond-und-Sternen-Programmen. Nicht wenige Fotografen haben sich nur wegen der App ein I-Phone zuglegt – die App ist bis vor kurzem ausschließlich für die Apple-Produkte erhältlich gewesen.
Es handelt sich hierbei um einen Mix aus sun surveyor und photo tools. Die wichtigsten Eigenschaften beider Programme wurden hier vereint, kostet allerdings mit ca. 10 € auch am meisten und ist erst kurz auch für Android verfügbar.
Hier ist alles übersichtlich abrufbar, was mit der Fotografie und unseren wichtigsten Sternen und Planeten zu tun hat.
Genaue Termine der Mondphasen, schöne Darstellung der goldenen und blauen Stunde (die Hauptzeiten für Landschaftsfotografen) und einfache Planung für alle Milchstraßenfotografen – hier wurde an fast alles gedacht. Zusätzlich noch die wichtigsten Berechnungstools aus den vorstehenden Apps – rundum eine gelungene Sammlung für Hobbyfotografen und auch Profis.

Google Maps:
Zu Google Maps muss ich wahrscheinlich nicht viel sagen. Googles Kartendienst kann inzwischen auch Wanderwege und -routen berechnen, anzeigen und navigieren. Wenn man in der Umgebung fremd ist ein unverzichtbarer Helfer um den richtigen Weg zu finden. Und seitdem die Navigation zu Fuß auch gut funktioniert kann man das Programm auch auf dem Weg zum Fotospot gut gebrauchen.

Eine Wetter-App:
Hier gibt es viele Anbieter die übers Jahr gesehen die selben guten oder schlechten Wetteraussichten ankündigen wie die Anderen auch. Länger als 2 Tage im Voraus sollte man mit allen Wettervorhersagen nicht gehen.
Für manche Unternehmungen ist es nun einmal unverzichtbar einigermaßen zu wissen, was das Wetter macht. Für die kommende Nacht und den darauf folgenden Tag sind die Prognosen bei allen Anbietern recht brauchbar, so dass man schon ziemlich genau abschätzen kann, ob es sich lohnt die Rucksäcke zu packen und los zu ziehen.

Lightroom Mobile:
Dies ist ein Zusatzprogramm von Adobe Lightroom, welches nur im Zusammenhang mit dem Abo von Adobe genutzt werden kann. Am interessantesten für mich ist, dass im Programm eine Kamera integriert ist, welche ebenfalls im RAW-Modus Fotos abspeichert. So ist der Informationsumfang vom Handy-Bild ebenfalls größer und die Bearbeitung kann intensiver durchgeführt werden.
Ansonsten ist es ein Bildbearbeitungsprogramm welches viele Funktionalitäten vom echten Lightroom beinhaltet. Für kurze Anpassungen unterwegs – bevor man die Bilder in den sozialen Medien teilt – ist es sehr gut geeignet. Man sieht gleich, ob das Bild potential zu mehr hat, oder nicht.

Da man es auch hier, wie mit vielem Anderen auch, schnell übertreiben kann belasse ich es jetzt mal mit diesen Programmen. Mehr wird der Hobbyfotograf in der Regel nicht brauchen. Für die ein oder andere Unternehmung wünsche ich Euch deshalb schon mal im Voraus allzeit gutes Licht!

Werner Kutter

2 Antworten auf „Nützliche Apps für Fotografen“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.