Tipps und Tricks für die Urlaubs- und Reisefotografie – Teil 1


Rechtzeitig zur Hauptreisezeit möchte ich Euch ein paar Anregungen geben, damit die nächsten Urlaubsbilder garantiert der Hammer werden.
Schluss mit Knipsen!
Jetzt wird fotografiert!
Und zwar ernsthaft!
Das das trotzdem Spaß macht möchte ich nicht unerwähnt lassen. Wenn ihr den Daheimgebliebenen Eure Bilder zeigt, werden die vor Neid erblassen. Deshalb habe ich Tipps zusammengestellt, die mit Sicherheit bessere Bilder als Ergebnis zur Folge haben werden.
Bei den folgenden Tipps kommt es natürlich immer auf die persönlichen Bedürfnisse an. Einen Kamerarucksack hat denke ich jeder, der mit mehr als einer Kamera und einer Linse in Urlaub fährt und bedarf keiner zusätzlichen Erwähnung. Keiner muss alles, was ich beschreibe unbedingt haben – man kann auch mit weniger Ausrüstung losziehen…

Tipp 1: Nie mehr ohne Stativ!
Ich habe mein Stativ jahrelang mit in den Urlaub genommen und dann im Kofferraum liegen lassen und seltenst benutzt. Heute muss ich leider sagen, dass dies der größte Fehler war, den ich je gemacht habe und nur der eigenen Faulheit geschuldet ist.
Überwindet den inneren Schweinehund und nehmt das Stativ mit – und zwar mit an den Ort, an dem ihr tolle Bilder machen wollt. Jeder, der ernsthaft bessere Bilder machen möchte sollte als erstes in ein stabiles Stativ investieren. Die Bilder werden ganz einfach viel schärfer, als aus der Hand geschossen, und das nicht erst bei Langzeitbelichtungen!
Hier ein Bild aus der Hand. Mit allem, was die Kamera an Bildstabilisierung her gibt; in der Vergrößerung fehlt trotzdem der letzte Tick an schärfe:
Der selbe Ausschnitt – diesmal auf einem Stativ, ohne Stabilisator im Objektiv, dafür mit Spiegelvorauslösung:

Wie die beiden Bilder anschaulich zeigen ist für die bestmögliche Schärfe immer ein Stativ notwendig. Bilder aus der Hand werden akzeptabel scharf und reichen für Hin-und-Mit-Schnappschüsse aus. Wer qualitativ mehr will kommt am Stativ nicht vorbei.

Bei der Auswahl des Stativ gibt es 2 Kategorien: leichte, aber teure und günstige aber schwerere Stative. Und bitte hier nicht am falschen Fleck sparen. So um die 100 € müssen für Qualitätsstative als Minimum angesetzt werden.
Wer Gewicht sparen und ein bisschen mehr Geld investieren möchte, dem würde ich als Einsteigermodell das Rollei C5i Carbon – Stativ mit 3D Kugelkopf, drehbarer Mittelsäule, integrierten Spikes, rutschfestem Schaumstoffgriff, Umbau zum Einbeinstativ möglich – Schwarz (Affiliate-Link) empfehlen. Es ist relativ frisch auf dem Markt und hat vom Start weg gute Kritiken erhalten.
Ich selbst bin mit dem Vanguard Alta+ 263AGH Aluminiumstativ (2 Auszüge, Belastbarkeit bis 5kg, max. Höhe 164 cm) mit Pistolengriff GH-100 (Affiliate-Link) sehr zufrieden. Für meine Zwecke taugt es und mit dem Gewicht habe ich keine Probleme so dass ich mir bisher noch kein Carbon-Modell angeschafft habe.
Idealerweise ergänzt dann noch ein Fernauslöser für die Kamera die Bemühungen ein möglichst scharfes Bild zu schießen.

Tipp 2: Die richtige Objektivwahl
Es ist wichtiger ein gutes Objektiv an einer einfachen Kamera zu haben, als umgekehrt. Mit der teuersten Kamera werden keine super klaren Bilder entstehen, wenn das Objektiv keine hohe Güte hat.
In der Landschaftsfotografie führt kein Weg an einem Weitwinkelobjektiv vorbei. Ich benutze an meiner EOS 70D von Canon ein Objektiv von Sigma:
Sigma 10-20 mm F4,0-5,6 EX DC HSM-Objektiv (77 mm Filtergewinde) für Canon Objektivbajonett(Affiliate-Link)

Für den Alltag – als sog. „Immerdrauf“ Objektiv – würde ich von den Zoomobjektiven eher zu einem 18 – 50 mm mit durchgehneder Blende von 2,8 tendieren, als einen größeren Zoombereich mit kleineren Blendenöffnungen. Bei ungünstigen Lichtverhältinissen ist man schnell froh über die große Blendenöffnung mit einem 2,8-er Objektiv. Empfehlen würde ich das Sigma 17-50 mm F2,8 EX DC OS HSM-Objektiv (77 mm Filtergewinde) für Canon Objektivbajonett(Affiliate-Link). Aktuell verwende ich das Sigma 17-70 mm f2,8-4,0 Objektiv (DC, Makro, OS, HSM, 72 mm Filtergewinde) für Canon Objektivbajonett(Affiliate-Link).

Reisezoomobjektive sind sehr beliebt da man z. B. mit dem Tamron 16 – 300 vom Weitwinkel bis in den Telebereich alles abdeckt. Ich persönliche benutze keines der Ultra-Zoom-Objektive, da mir die Nachteile beim Einsatz dieser Universal-Optiken zu schwerwiegend erscheinen.
Sollte sich im Urlaub auch die Gelegenheit bieten um wildlebende Tiere zu fotografieren, dann würde ich ein Telezoom im Bereich zwischen 70 und 300 mm benutzen (z. B. Sigma 70-300 mm F4,0-5,6 DG OS stabilisiertes Objektiv (62 mm Filtergewinde)für Canon Objektivbajonett)(Affiliate-Link). Zusätzlich bietet sich auch noch die Möglichkeit eines Konverters um den Brennweitenbereich noch zu verlängern (z. B. Kenko KE-KHD20C Teleplus HD DGX Konverter 2,0-fach für Canon EF/EF-S)(Affiliate-Link) . Auch hier muss allerdings abgewogen werden, ob die entstehenden Nachteile hinsichtlich der Bildqualität akzeptabel sind.

Nächste Woche geht’s weiter in der Rubrik „ich packe meinen Koffer“ und weitere Tipps warten da auf Euch. Bis dahin wünsche ich viel Spaß bei den Urlaubsplanungen und allzeit gutes Licht!

Werner Kutter

 

 

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