David DuChemin – Das Handwerkszeug des Fotografen


Heute möchte ich einmal einen Tipp los werden für ein wirklich sinnvolles Buch, welches mich viel weiter gebracht hat. Um es gleich vorweg zu nehmen: Ich erhalte für diese und auch zukünftige Empfehlungen kein Honorar – diese Tipps sind, wie alles andere, meine persönliche Erfahrung und meine Meinung.

Ich beobachte David DuChemin schon länger. Er hat einen Podcast auf Youtube und schon viele gute Bücher, E-Books und Lehrvideos für Fotografen veröffentlicht. Mit diesem Buch, welches 2015 erschien, hat er einen Workshop im Buchformat verfasst. Für mich ist es das Non-Plus-Ultra an Lehrbüchern für die heutige Digitalfotografie.

In 60 Kapitel/Workshops führt er dem Leser die vielen verschiedenen Facetten der Fotografie vor Augen und öffnet einem diese.
Das Entscheidende am Buch ist jedoch die Tatsache, dass unter seiner Anleitung nicht nur die Theorie begreifbarer wird, sondern er auch immer wieder dazu auffordert, das Buch zur Seite zu legen um zu fotografieren.  Er gibt immer wieder eine kleine „Hausaufgabe“ mit auf den Weg, um sofort die eigene Technik zu verbessern und die Phantasie anzuregen. Mir hat er quasi immer wieder „in den Hintern getreten“, so dass ich endlich kapiert habe wie man bessere Fotos macht: Nämlich durch Fotografieren! Ausprobieren! Ausgetretene Pfade verlassen und neue Wege gehen! Andere Positionen/Sichtweisen wählen! Experimentieren!

Die ersten sechs Workshops decken die Grundlagen der Fotografie ab. Es geht um grundsätzliche Themen, wie die Sichtweise oder entscheidenden Fragen, die man sich stellen sollte, bevor man den Auslöser drückt. Je ein Kapitel über das Histogramm und den Zusammenhang zwischen Blende, Belichtungszeit und ISO-Wert runden den ersten Teil des Buches ab.

Ab Workshop sieben geht er mehr an die kreativen Techniken ein. Er lädt ein, auch mal längere Verschlusszeiten zu verwenden und
z. B. sog. Mitzieher oder absichtliche Kamerabewegungen als Stilmittel einzusetzen.

Ein weiterer Block beschäftigt sich mit dem Thema Schärfe/Unschärfe. Wie kann ich mein Hauptmotiv im Vordergrund vom Hintergrund isolieren? Wie bekomme ich den größtmöglichen Bereich im Bild scharf? Welche Wirkung hat eine große oder kleine Blendenöffnung auf das Ergebnis in der Kamera? Welches Objektiv kommt wann zum Einsatz? Mit vielen verschiedenen Übungsaufgaben kann man für sich selbst all diese Fragen beantworten.

Weiter geht’s mit der Definition der Wirkung von Farben. Wie kann ich Farben miteinander kombinieren oder auch ganz weg lassen – wann verwende ich Schwarzweiß? Welche Beziehungen haben die Farben in dem sog. Farbkreis zueinander? Stimmige Beíspielbilder zeigen anschaulich, was uns der Autor erklären möchte.

Wie kann die Lenkung des Betrachters im Bild erfolgen? Welche Wirkung haben Linien im Bild? Welche verschiedenen Formen nehmen wir, teils unbewusst, wahr und welche Wirkung haben diese auf uns? Man bekommt sehr schnell ein Gefühl dafür, welche kleinen Kniffe einem Bild zu mehr Tiefe  verhilft und es so interessanter werden lässt.

Ein sehr großer Bereich beschäftigt sich mit dem Hauptthema der Fotografie: dem Licht. Es gibt die verschiedensten Lichtsituationen und für jede gibt es eine Lösung um gute Bilder entstehen zu lassen. Grundsätzlich muss jeder lernen, erst einmal die Richtung des Lichts zu sehen. Dann können auch bei Situationen in denen
z. B. das Licht von der Seite kommt oder bei Gegenlicht ganz tolle Bilder entstehen.

Alles in allem geht es in diesem Buch vor allem um eins: um die Praxis. Es wird einem in jedem Workshop deutlich gemacht, dass nur durch Übung das Handwerk des Fotografen erlernt werden kann.

Bezugsquelle: Das Handwerkszeug des Fotografen: In 60 Workshops zu besseren Fotos(Affiliate-Link)

In diesem Sinne würde ich sagen, dass genau jetzt der richtige Augenblick ist, um den Computer auszuschalten und fotografieren zu gehen. Ich wünsche Euch für all die Projekte und Vorhaben in Zukunft allzeit gutes Licht.

Werner Kutter

 

 

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