U-Bahn-Fotografie: Grundsätzliches


Farben, Formen, Architektur, Menschen – alles das kann man in der Unterwelt der Münchner U-Bahnhöfe ablichten. In den letzten Jahren wurden viele von Ihnen von Grund auf renoviert oder es sind neue Stationen dazu gekommen. Einige haben echt viel Potential und eine unendlich erscheinende Vielfalt an möglichen Motiven.

Ausrüstung:

Als Ausrüstung wäre an erster Stelle nach der Digitalkamera das Stativ zu nennen, da bei niedriger ISO schnell die Belichtungszeit zu hoch ist, um ohne verwackeln aus der Hand zu fotografieren.
Als Kamera ist grundsätzlich jede moderne Digitalkamera geeignet – mit leichten Vorteilen bei den Spiegelreflexkameras wg. den Wechselobjektiven und dem besseren Rauschverhalten.
Von den Objektiven habe ich am Häufigsten den Weitwinkelbereich benutzt. Ich habe von 10 – 300 mm mit drei Zoom-Objektiven den gesamten Bereich dabei, die meisten Bilder jedoch mit der 17 – 70 mm Linse aufgenommen.
Filter können auch zum Einsatz kommen – sind jedoch kein Muss. Ministative oder sog. Bohnensäcke als Unterlage und zum Ausrichten der Kamera auf Ablagen, Geländer oder auch dem Boden sind ebenfalls sehr sinnvoll.
Je nach Kamera, Dauer und Menge der Bilder sind natürlich auch ein Ersatz Akku und zusätzliche Speicherkarten sinnvoll.
Einen Blitz würde ich nicht mitnehmen, da erstens das Verwenden von Blitzen nicht gerne gesehen wird. Auf einfahrende Züge dürfen diese aus Sicherheitsgründen nicht gerichtet werden, da der Zugführer geblendet werden könnte und dies einen unzulässigen Eingriff in den Schienenverkehr darstellt

Rechtliches:

Bevor man sich auf die Reise macht, muss man wissen, dass die Verwendung von Stativen und das Fotografieren an sich eine Erlaubnis durch die Münchner Verkehrsbetriebe benötigt. Streng genommen befindet man sich nämlich auf Privatgrund und deshalb darf nicht einfach so drauflos geknipst werden.
Die Genehmigung erhält man kosten- und problemlos unter:
https://www.mvg.de/services/kontakt/foto-und-film.html

Ich habe dort das Kontaktformular ausgefüllt und keine Stunde später die Genehmigung per E-Mail erhalten. Um sicher zu gehen sollte dies jedoch mindestens eine Woche im Voraus erledigt werden. Bei beiden Touren, die ich in München gemacht habe wurden wir kontrolliert. Bei fehlender Genehmigung wird man freundlich zum Verlassen des U-Bahn-Geländes aufgefordert und intern eine Meldung abgesetzt um die anderen Kollegen und Zugführer aufmerksam zu machen.

Anfahrt:

Die bequemste und günstigste Art und Weise diese „Reise“ in den Untergrund zu unternehmen ist, innerhalb Bayerns, mit dem Bayern-Ticket der Deutschen Bahn. Man spart sich die Anfahrt und die Parkplatzkosten für das Auto und zudem ist das gesamte S- und U-Bahn-Netz ebenfalls inklusive.
Aktuelle Infos gibt es bei der Bahn unter:
https://www.bahn.de/p/view/angebot/regio/regionale-tickets/bayern/bayernticket.shtml


Zeit:

Als sehr gute Zeit für die Unternehmung hat sich der Sonntag während den Wintermonaten heraus gestellt. Je widriger das Wetter, um so besser – dann bleiben die meisten Menschen zu Hause. Da sich alle interessanten Details unterirdisch befinden, ist es für uns jedoch egal, wie oben das Wetter ist. Ob es stürmt, schneit, oder strengen Frost hat – davon bekommt man hier unten nichts mit. Nur während der Zeit des Ein- und Ausstiegs ist dann Betrieb auf den Bahnsteigen (ausgenommen Knotenpunkte wie beispielsweise der Marienplatz oder auf der sog. Stammstrecke zwischen Pasing und dem Ostbahnhof). Diese Zeitspanne kann auch für Street-Photographie genutzt und die Reisenden in den Bildern integriert werden. Ansonsten sind die genannten Bahnsteige minutenlang leer – am Sonntag ist der Takt der ein- und ausfahrenden Züge zudem länger als Wochentags. Es erübrigt sich also der Einsatz von Filter, um über die Langzeitbelichtung die Menschen aus den Fotos verschwinden zu lassen. Man kann dies auch sehr gut zur Entschleunigung und Geduldstraining nehmen – ein oder zwei Minuten bekommt man fast immer, an denen der Bahnsteig sich komplett leert.

sonstiges:

Wer gerne unter Anleitung und Nachts so etwas machen würde, der findet bei Micha Pawlitzki einen Fotografen, der auf diesem Gebiet eine große Erfahrung vor zu weisen hat.  Er hat, zur Inspiration und Orientierung, 2013 ein Buch veröffentlicht:  Untergrund – U-Bahn-Stationen in Deutschland.
Er führt vorzugsweise Nachts durch den Münchner Untergrund – aber auch durch andere U-Bahn-Stationen in Deutschland.
Das Buch gibt es hier:
Unter Grund: U-Bahn-Stationen in Deutschland
Weitere Infos findet Ihr unter:
http://www.micha-pawlitzki-stock.com/php/frontend/fotokurse.php?tabident=i337379057426

Stationen:

Folgende Stationen haben wir abgefahren und werden in den nächsten Wochen vorgestellt (in alphabetischer Reihenfolge):

Am Hart
Candidplatz
Georg-Brauchle-Ring
Hasenbergl
Mangfallplatz
Marienplatz
Moosacher St. Martins-Platz
Moosach
Münchner Freiheit
Olympia-Einkaufszentrum
St.-Quirin-Platz
Westfriedhof
Wettersteinplatz

Bis es nächste Woche mit den ersten 4 Stationen los geht. wünsche ich Euch schon mal allzeit gutes Licht!

Werner Kutter

David DuChemin – Das Handwerkszeug des Fotografen


Heute möchte ich einmal einen Tipp los werden für ein wirklich sinnvolles Buch, welches mich viel weiter gebracht hat. Um es gleich vorweg zu nehmen: Ich erhalte für diese und auch zukünftige Empfehlungen kein Honorar – diese Tipps sind, wie alles andere, meine persönliche Erfahrung und meine Meinung.

Ich beobachte David DuChemin schon länger. Er hat einen Podcast auf Youtube und schon viele gute Bücher, E-Books und Lehrvideos für Fotografen veröffentlicht. Mit diesem Buch, welches 2015 erschien, hat er einen Workshop im Buchformat verfasst. Für mich ist es das Non-Plus-Ultra an Lehrbüchern für die heutige Digitalfotografie.

In 60 Kapitel/Workshops führt er dem Leser die vielen verschiedenen Facetten der Fotografie vor Augen und öffnet einem diese.
Das Entscheidende am Buch ist jedoch die Tatsache, dass unter seiner Anleitung nicht nur die Theorie begreifbarer wird, sondern er auch immer wieder dazu auffordert, das Buch zur Seite zu legen um zu fotografieren.  Er gibt immer wieder eine kleine „Hausaufgabe“ mit auf den Weg, um sofort die eigene Technik zu verbessern und die Phantasie anzuregen. Mir hat er quasi immer wieder „in den Hintern getreten“, so dass ich endlich kapiert habe wie man bessere Fotos macht: Nämlich durch Fotografieren! Ausprobieren! Ausgetretene Pfade verlassen und neue Wege gehen! Andere Positionen/Sichtweisen wählen! Experimentieren!

Die ersten sechs Workshops decken die Grundlagen der Fotografie ab. Es geht um grundsätzliche Themen, wie die Sichtweise oder entscheidenden Fragen, die man sich stellen sollte, bevor man den Auslöser drückt. Je ein Kapitel über das Histogramm und den Zusammenhang zwischen Blende, Belichtungszeit und ISO-Wert runden den ersten Teil des Buches ab.

Ab Workshop sieben geht er mehr an die kreativen Techniken ein. Er lädt ein, auch mal längere Verschlusszeiten zu verwenden und
z. B. sog. Mitzieher oder absichtliche Kamerabewegungen als Stilmittel einzusetzen.

Ein weiterer Block beschäftigt sich mit dem Thema Schärfe/Unschärfe. Wie kann ich mein Hauptmotiv im Vordergrund vom Hintergrund isolieren? Wie bekomme ich den größtmöglichen Bereich im Bild scharf? Welche Wirkung hat eine große oder kleine Blendenöffnung auf das Ergebnis in der Kamera? Welches Objektiv kommt wann zum Einsatz? Mit vielen verschiedenen Übungsaufgaben kann man für sich selbst all diese Fragen beantworten.

Weiter geht’s mit der Definition der Wirkung von Farben. Wie kann ich Farben miteinander kombinieren oder auch ganz weg lassen – wann verwende ich Schwarzweiß? Welche Beziehungen haben die Farben in dem sog. Farbkreis zueinander? Stimmige Beíspielbilder zeigen anschaulich, was uns der Autor erklären möchte.

Wie kann die Lenkung des Betrachters im Bild erfolgen? Welche Wirkung haben Linien im Bild? Welche verschiedenen Formen nehmen wir, teils unbewusst, wahr und welche Wirkung haben diese auf uns? Man bekommt sehr schnell ein Gefühl dafür, welche kleinen Kniffe einem Bild zu mehr Tiefe  verhilft und es so interessanter werden lässt.

Ein sehr großer Bereich beschäftigt sich mit dem Hauptthema der Fotografie: dem Licht. Es gibt die verschiedensten Lichtsituationen und für jede gibt es eine Lösung um gute Bilder entstehen zu lassen. Grundsätzlich muss jeder lernen, erst einmal die Richtung des Lichts zu sehen. Dann können auch bei Situationen in denen
z. B. das Licht von der Seite kommt oder bei Gegenlicht ganz tolle Bilder entstehen.

Alles in allem geht es in diesem Buch vor allem um eins: um die Praxis. Es wird einem in jedem Workshop deutlich gemacht, dass nur durch Übung das Handwerk des Fotografen erlernt werden kann.

Bezugsquelle: Das Handwerkszeug des Fotografen: In 60 Workshops zu besseren Fotos(Affiliate-Link)

In diesem Sinne würde ich sagen, dass genau jetzt der richtige Augenblick ist, um den Computer auszuschalten und fotografieren zu gehen. Ich wünsche Euch für all die Projekte und Vorhaben in Zukunft allzeit gutes Licht.

Werner Kutter

 

 

Langzeitbelichtung an einem Bach…


… am Beispiel Eistobel bei Isny:

Der Eistobel ist ein Abschnitt der Oberen Argen bei Grünenbach, südlich von Isny.  Kaskaden, Wasserfälle und Strudellöcher machen den besonderen Reiz des Eistobels aus. Genauere Informationen zu Öffnungszeiten und Geologie bietet die Seite http://eistobel.de.

Ich habe dem Eistobel zwei Besuche zum fotografieren abgestattet und kann sagen, dass es sich zu jeder Jahreszeit lohnt, sich hier ein bisschen mit Fotowandern die Zeit zu vertreiben.


Im Herbst glänzt die Gegend dank der Laubbäume auch mit einem schönen Farbenspiel im umgebenden Wald. Ab dem Parkplatz an der Argentobelbrücke kann der Abstieg in die Schlucht in Angriff genommen werden. Es sei hier gleich von vornherein darauf hingewiesen, dass auf Grund des Geländes die Wanderung nur mit festem Schuhwerk und Trittsicherheit durchgeführt werden sollte.
Schon hier empfängt einen der Mischwald mit seinen Formen und Farben – der Blick sollte jedoch stets auf den steil nach unten führenden Weg gerichtet sein, gilt es doch knapp 100 Höhenmeter zu überwinden.


Unten an der Argen angekommen deutet zunächst nichts auf irgendetwas spektakuläres hin. Jedoch ist an den Wochenenden bei schönem Wetter anhand der Besucherströme schnell klar: Da kommt noch was.
Man wandert auf gut gepflegtem Weg flussaufwärts und hat das kühle Nass stets an seiner linken Seite.

Die eigentliche Spielwiese zum fotografieren ist dann zwischen den ersten Wasserfällen und dem sog. Zwinger. Hier ist das Gelände so erschlossen, dass man quasi in den Stromschnellen seine Kamera aufbauen kann und tolle Motive findet.
Weiter als bis zum Zwinger (ein Eisensteg welcher über die Felsbrocken führt) bin ich noch nicht gegangen, da mir die sich bietenden Möglichkeiten in diesem Bereich genügten.
Hier gibt es so viele Positionen, dass man direkt erschlagen wird von allen Möglichkeiten.

Über den schmalen Nebenlauf kann auch ein Stativ aufgestellt werden, so dass dort auch tolle Effekte erzielt werden können.
Ich habe für diese Bilder mit dem seidigen Wasser lediglich einen Polfilter verwendet und die Blende auf die kleinst mögiliche Öffnung eingestellt um eine längere Belichtungszeit bei ISO 100 zu erreichen. Mit Zeiten zwischen einer und vier Sekunden sind die Effekte ausreichend und den Polfilter drehe ich so, dass störende Spiegelungen des Wassers ausgeschlossen werden.
So kann man noch die Struktur der unter Wasser liegenden Steine erkennen und das Bild bekommt mehr Tiefe.
Im Winter macht der Tobel seinem Namen alle Ehre – die Argen ist bei lang anhaltendem Frost fast vollständig gefroren und teilweise begehbar (auf eigene Gefahr!). Lange Eiszapfen und frostige Gebilde schmücken die umliegenden Hänge und Abbruchkanten.

Für den steilen Abstieg und auf den Steigungen auf dem Tobelweg sind in dieser Zeit Spikes bzw. Steigeisen an den Wanderschuhen extrem von Vorteil. Von einer Begehung „nur“ mit Turnschuhen oder ähnlichem Schuhwerk ist dringend abzuraten! Der Tobel ist offiziell nicht geöffnet, jede Begehung erfolgt absolut auf eigene Gefahr!
An der gleichen Stelle, den Stromschnellen vor dem Zwinger, sind dann schöne Langzeitbelichtungen an den wenigen offenen Stellen möglich.
Hier habe ich jedoch einen ND-Filter verwendet, um Belichtungszeiten von um die 20 bis 30 Sekunden zu erhalten. In einigen Fällen rentiert sich auch eine Schwarz-Weiß-Umwandlung wobei dann die Eisstrukturen besonders deutlich zu Tage treten.

Wer also mutig und vorsichtig zugleich ist und ein paar Tricks mit Filtern, Kamera und Stativ beherrscht wird garantiert mit tollen Bildern belohnt. In diesem Sinne wünsche ich Euch für diese Tour Hals- und Beinbruch und für die Bilder allzeit gutes Licht.

Werner Kutter

 

Anfängerfehler Teil 3


5. Die falsche Tageszeit

Morgenstund‘ hat Gold im Mund.
Ein altes Sprichwort, dass jedoch für die Landschaftsfotografie absolut zutreffend ist – denn ein Sonnenaufgang lässt sich in unseren Breiten nun mal nicht Mittags aufnehmen. Man muss schon seinen inneren Schweinehund überwinden, um im Sommer zum Erfolg zu kommen. Aber wer sich vorher über die zu erwartenden Wetterverhältnisse schlau macht, wird jedenfalls nicht enttäuscht werden.
In der folgenden Bilderserie ist schön zu sehen, wie sich auch die Lichtstimmung im Verlauf des Sonnenaufgangs ändert. Das beste Licht ist nämlich unmittelbar bevor die Sonne über den Horizont kommt…

Anfangs dominiert noch das nächtliche Blau die Szenerie. Schüchtern und langsam bahnen sich die ersten Strahlen ihren Weg, um den Nachthimmel zu vertreiben. Für solche Bilder ist unbedingt der Einsatz eines Stativs zu empfehlen oder die Kamera anderweitig gegen Verwackeln zu sichern.


Sobald die Sonne dem Horizont näher kommt nehmen die wärmeren Farbtöne zu und verdrängen nach und nach das kühle Blau der Nacht.

Es wird immer heller und die Farbstimmung ist meiner Meinung nach eigentlich jetzt am schönsten und intensivsten.

Sobald die ersten Sonnenstrahlen richtig das frühmorgendliche Glühen ablösen, nimmt das Orange zu und der Magenta-Anteil verschwindet langsam. Schön weich schmiegt sich das goldene Licht an den Hängen und Bergspitzen entlang, bereit die Szene ganz zu übernehmen.

Wenn die Sonne dann sichtbar wird, hat das Farbspektakel ein Ende. Orange überwiegt nun und bestreicht nun die Hügel und das Wasser mit Wärme. Es ist immer noch ein schönes Licht – besser als das harte Licht zur Mittagszeit, welches speziell im Sommer durch die senkrechte Stellung der Sonne mit kurzen Schatten und greller Anstrahlung für wenig Tiefe und Kontrast in den Urlaubsbildern sorgt.
Für mich hat sich das Aufstehen um 4 Uhr im Juli definitiv gelohnt.

An Abend vollzieht sich das Spektakel selbstverständlich in umgekehrter Reihenfolge erneut. Das Orange verschwindet dann langsam während der sogenannten goldenen Stunde. Die Sonne weicht dem nächtlichen Blauschwarz und kurze Zeit nach dem eigentlichen Sonnenuntergang bleibt für die sogenannte „Blaue Stunde“ noch dieser tiefblaue Nachthimmel, welcher ebenfalls noch sehr stimmungsvolle Bilder entstehen lassen. Für solche Aufnahmen an einem See hat sich jedoch bewährt, am Morgen zu kommen, da es um diese Zeit in der Regel windstill ist und somit der See weniger unruhig ist als beispielsweise am Abend.

6. Achte auf den Rand und den Hintergrund


Das Bild zeigt eine unglaublich schöne Winterstimmung. Feine Nebelschwaden ziehen über den Bach, die tief stehende Sonne zaubert feine Lichtreflexe auf das Wasser – und doch stört das Brückenteil in der rechten oberen Ecke. Jetzt kommt noch dazu, dass ich den Ausschnitt schon enger gewählt habe – ich habe das Foto in Lightroom beschnitten – so dass im Original noch viel mehr störende Elemente rechts am Rand entlang sichtbar waren. Mehr von der Brücke, aber auch ein Geländer am Rand des betonierten Brückenfundamentes.
Das Bild ist erst im Januar 2017 entstanden. Ich bin also trotzdem, dass ich mich schon sehr viel weiter entwickelt habe, immer noch nicht davor gefeit, vor lauter Begeisterung die Bilder vor Ort richtig zu beurteilen. Nur ein kleiner Schwenk, ein Schritt nach vorn oder zur Seite und das Bild wäre perfekt. So lange man vor Ort ist kann das alles schnell und problemlos bereinigt werden. Es müssen keine aufwändigen Retuschen mit Photoshop etc. gemacht werden, um unerwünschte Bildinhalte zu beseitigen.

Oft kommt es auch vor, das wir auf Erinnerungsfotos uns in der Szenerie so platzieren, dass im Hintergrund auffällige Straßenschilder mit im Bild sind. Rote Stopp-Schilder fallen da natürlich besonders krass auf. Auch gibt es viele Aufnahmen bei denen ein Baum aus dem Kopf des Abgelichteten zu wachsen scheint. In der Anfangszeit wird das, wie schon mal gesagt, wenig stören – wer sich jedoch wirklich weiter entwickeln möchte, der wird sich früher oder (selten) später sehr daran stören.

Immer schön wach bleiben und vor Ort genau kontrollieren, was man fotografiert hat! In diesem Sinne wünsche ich Euch allzeit gutes Licht.
Werner Kutter